Tage

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Portrait

Hier möchte Ich einmal kurz die Möglichkeit ergreifen und mich vorstellen. Mein Name ist André-Pascal Werthwein und Ich wurde am 25. Dezember 1993 in Stuttgart geboren. Derzeit studiere Ich »Kommunikationsdesign« an der »Hochschule Mannheim« und fokussiere dabei vor allem auf die Gestaltung digitaler Medien; wie Web-, App- und Interface Design.


Im Sommersemester 2018, meinem achten Studiensemester, verbringe Ich sieben Monate in Japan und werde dort an der »Seian University of Art and Design  |  成安造形大学« im Fachbereich »Illustration« studieren; »Digital Illustration« und »Manga«. Man könnte sich jetzt fragen: Warum »Illustration« bei einer digitalen Studienausrichtung? — Die Antwort allerdings ist recht einfach. Im Fachbereich »Illustration« bietet Japan die auffälligsten Unterschiede und die größtmöglichen stilistischen Einflüsse, während in den digitalen Medien die Herangehensweisen und Designprinzipien aufgrund technischer Möglichkeiten ähnlich oder sogar identisch sind.


Mein Design-Porfolio findest Du hier.

Organisation

Ein Semester im Ausland ist ein Vorhaben, das ausführlichst vorbereitet werden muss. Dieser Aufwand ist im Voraus kaum zu überblicken. (Aber, dass sich dieser Aufwand lohnt, ist gewiss!) Es sind viele Dinge, die — abseits des üblichen Papierkriegs — beachtet werden müssen. Manche mehr und manche weniger selbstverständlich.


Zunächst sind da die Unterlagen, die an der Heimat- wie auch der Gast-Hochschule ausgefüllt werden müssen, die beispielsweise die Anrechnung der im Ausland geleisteten Kurse regeln oder später auch einen Einfluss auf die Form des Visums haben. Vor allem die Formulare der Gast-Hochschule können, je nach Land/Landessprache eher komplex ausfallen. (Aber man erfährt von den Heimat- und Gast-Hochschulen eigentlich immer ausreichend Unterstützung.)


Neben den Dingen, die das Studium betreffen, ist natürlich auch die Frage der Finanzierung von großer Bedeutung. Mit aufwendig ausgearbeiteten Bewerbungsunterlagen bewirbt man sich für Stipendien, stellt einen Antrag auf Auslands-BAföG und vor allem geht man fleißig Arbeiten. Zu diesen Finanzierungsfragen gehören allerdings auch die Rahmenbedingungen vor Ort. Was kostet eine Überweisung ins Ausland? Wäre es günstiger ein Konto bei einer Bank im Ausland zu eröffnen? Funktioniert die Kreditkarte in diesem Teil der Welt? Das und mehr sind Fragen, über die man sich am besten weit im Voraus Gedanken macht.


Eine Frage, die für den Alltag vor Ort natürlich wesentlich ist: Welche Sprache wird gesprochen? Eine Frage, die nicht ganz so banal ist, wie sie scheint. Denn: Welche Sprache wird in der Vorlesung gesprochen? — Da kann es schon Mal vorkommen, dass man ein- bis anderthalb Jahr/e vorher anfängt eine neue Fremdsprache zu lernen, »Japanisch« zum Beispiel.


Neben diesen Dingen gibt es auch weitere Fragen, die der Klärung bedürfen. Welche Reiseschutzimpfungen werden benötigt? Wo werde Ich wohnen? Fragen, die immer weiter ins Detail führen und immer zahlreicher werden. Doch das möchte Ich hier nicht weiter ausführen ...

Wo gehe Ich hin?

Neben diesen rein organisatorischen Dingen sollte man sich auch darüber informieren, wo man überhaupt hingeht. (大津市, 滋賀県, 日本  |  Otsu, Präfektur Shiga, Japan — in meinem Fall.) Ja, das hört sich recht einfach an. Wenn man aber sieben Monate in einem Land ist, dessen Sprache man sich bemüht zu sprechen, dessen kulturellen Einfluss man in seinem Studium wiederfinden will, muss man sich intensiv mit dem Land auseinandersetzen. Nur wenn man auch ausführlich recherchiert und sich für kulturelle Nuancen sensibilisiert, kann man diese Erkennen und am meisten von den Erfahrungen, die sich einem bieten, profitieren. (Das behaupte Ich jetzt einfach mal so.) Dazu habe Ich mich allgemein durch Reisführer und Foren gewühlt und mich dann auch nach Lust und Laune auf einzelne Themen konzentriert. So zum Beispiel »Tee«, »Etiquette«, »Zen-Buddhismus«, »Shintoismus« und einige andere. Themen also, die in Japan von großer Bedeutung sind.


Nach meinen Recherchen kann Ich vor allem folgende zwei Bücher zur kulturellen Vorbereitung empfehlen. Bücher, die bei mir — auch bei normalen Reisen — immer auf der Liste stehen.


  • Vis-à-Vis Japan
    Das ist einer meiner liebsten Reiseführer. Diesen kaufe Ich immer, wenn es ihn für das Zielland gibt. Der Reiseführer ist sehr detailreich im Umgang mit kulturellen Feinheiten.
    ISBN: 978-3-7342-0149-3
  • Fettnäpfchenführer Japan
    Dieses Buch befasst sich ausschließlich mit den Feinheiten des »Guten Tons« in Japan. Anders als die reine Information von Reiseführern kann man hier die Blamagen des »Herrn Hoffmann« hautnah miterleben und hat so auch noch was zu lachen.
    ISBN: 978-3-943176-24-7

Zuletzt, aber nicht weniger wichtig, stehen natürlich die üblichen Reisevorbereitungen an. Kein Moment, den man in einem fremden Land verbringt, will verschwendet sein.


Gedanken & Gefühle

Gemischte Gefühle oder auch, hin und wieder, eine kleine aber feine Panik-Attacke gehören dazu. Ständig macht man sich Gedanken, was man übersehen, vergessen oder falsch gemacht haben könnte. Und je näher man dem Auslandssemester kommt, desto intensiver kommt einem dieses Gefühl vor. Obwohl es eigentlich nichts gibt über das man sich Gedanken machen müsste. Man kann natürlich nicht ausschließen, dass Fehler gemacht werden, nur so kann gelernt werden. Es ist klar, dass in einem fremden und derart komplexen Land, die erste Blamage nicht lange auf sich warten lässt. Als kleines Trostpflaster hat man ja immer noch den 外国人-Bonus (Fremden-Bonus).


Eines hieran ist jedoch ungewohnt. Trotz der unterschwelligen Aufregung und den kleinen Panik-Attacken der Organisation wegen, bleibt einem immer noch ein gewisser innerer Frieden. Man ist sich all den eingeplanten, wie auch ungeahnten, Hindernissen bewusst. Es ist scheinbar selbstverständlich, dass man sein Selbst immer wieder aufs Neue wird überwinden müssen. (Klar, ... Das muss man hier auch hin und wieder, aber hier hat man die Wahl.) Diese unumgängliche Tatsache, die auf ein »Inneres Wachsen« vorausblicken lässt, ist es die sich über diese inneren Unruhen hinwegsetzt.


Mein Opa hat immer gesagt: »Geld, Taschenmesser, Kamm und Gebiss«. Das trifft es eigentlich ganz gut. Wenn es drauf ankommt, braucht man nicht mehr. Okay, ... für mein Seelenheil wäre noch meine Kamera notwendig.

Ein paar Tage noch ... bewusster erleben.

Jetzt ist es nicht mehr lange hin und die eigene Haltung verändert sich in gewisser Weise. Stimmungsschwankungen. In Abhängigkeit von der Grundstimmung ist man abwechselnd erfüllt von Vorfreude und Nervosität. Einen Moment lang sitzt man da und freut sich auf die Herausforderung, freut sich auf all die spannenden Dinge, die man noch nie gesehen hat, freut sich auf all die gewiss einzigartigen Erlebnisse und doch schleicht sich immer gerade dann, wenn man nicht damit rechnet, Nervosität in die Vorfreude.


Die Tage bevor es dann endlich losgeht, scheinen vorüber zu fliegen und doch langsam zu vergehen. Seltsam bewusst, bewusster als sonst lebt man in den Tag hinein. Mit einer seltsamen Endgültigkeit lebt man die Tage, versucht Dinge abzuschließen. Das fängt schon damit an, das man beginnt bestimmte Dinge zu Essen, die man vermissen wird. Maultaschen. Oder man trifft sich mit Freunden, die man an seltenen, ganz besonderen Gelegenheiten sieht. Oft liegen lange Tage, Wochen oder gar Monate zwischen einem Wiedersehen, doch jetzt ist einem die scheinbare Ewigkeit bis zum nächsten Wiedersehen unangenehm bewusst.


Interessant ist auch, dass eben dieses »Bewusster Erleben« auch die Wahrnehmung von sich selbst verschärft. Man betrachtet sich selbst in einem anderen Licht. Man stellt Eigenheiten infrage, (wieder-)erkennt eigene zuvor unscheinbare Charaktereigenschaften oder Charaktermakel.


Man ist sich der baldigen Veränderung bewusst und heißt sie willkommen.

Mein Auslandssemester an der »Seian University of Art Design  |  成安造形大学« wird durch ein viermonatiges Stipendium der »Baden-Württemberg Stiftung« unterstützt.

ウーロン茶おください。

Eigentlich begann der Tag wie der übliche Anreisetag. Koffer und der übliche Flughafenstress. Allerdings begann das ganze schon damit, dass der digitale Selbst-Check-in nicht funktionierte. »Der Check-in kann wegen Überbuchung nicht durchgeführt werden, wenden Sie sich bitte an einen Mitarbeiter.« — Wenn man so lange drauf hin gearbeitet wird, kommt da Freude auf! Dann hat aber doch noch alles geklappt und nicht viel später, habe ich 10:28 Stunden Flug vor mir.


Im Flugzeug kann man sich eigentlich über nichts beschweren. (Abgesehen von den dünnen Decken vielleicht.) Ich Flugzeug hatte ich schon indirekt eine erste Begegnung mit dem, was mich in Japan erwartet, in Form einer japanischen Stewardess. Man gibt aber nicht so einfach klein bei und obwohl sie sowohl Englisch als auch Deusch spricht, bemühe ich mich meinen Tee auf Japanisch zu bestellen: »ウーロン茶おください。« Sie lacht. Doch ihr Lachen ist irgendwie schwer zu deuten. Erkennt sie meine Mühe an? Lacht sie des simplen Versuchs wegen oder aus Sympathie? Oder ist sie verlegen? Wieder einmal fühle ich mich irgendwie an die komplexe japanische Etikette erinnert.


  • today 01.03.2018

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Der erste Abend

Am Flughafen angekommen und nun mit offiziellem Ausweis als »Resident« bestückt, haben wir uns durch die Syntax der japanischen Adressen gequält. Das Adressystem irgendwie logisch und irgendwie auch nicht. Erinnert entfernt vielleicht an die Mannheimer Quadrate. Im gleichen Zug noch die erste Fahrt mit der japanischen U-Bahn hinter uns gebracht.


Essen!

Nachdem wir alles auf dem Zimmer verstaut hatten, bummelten wir noch etwas durch unseren Stadtteil, eigentlich hauptsächlich auf der Suche nach etwas zu essen. Auf unserer Suche nach Essbarem sind wir durch von Shops gesäumte Straßen gekommen. Shops, die Straße für Straße das Gleiche zu verkaufen schienen (Devotionalien, Küchenutensilien, etc.). Außerdem sind wir an einem Straßenstand mit gegrillten Chickenwings vorbeigekommen. — Sehr lecker!


Schließlich sind wir in einem — von Außen — unscheinbaren Restaurant gelandet. Von Außen hatten wir nur eine Theke gesehen. Doch Innen war alles recht großzügig eingerichtet. Vor allem aber ging da drin richtig die Post ab! Die Gäste klingelten in ihren Kabinen — wie vorgesehen — und die Bedienungen brüllten auf Japanisch durcheinander. Keine Gesprächsatmosphäre, aber die Erfahrung alle mal wert! Es gab Ramen und dazu Matcha-Tee. Nachdem begleichen der Rechnung gab es dann in einer kleinen Schale Brühe, in etwa so wie in anderen Ländern mit Schnaps üblich wäre. Als wir das Lokal dann verließen, wurden wir lächelnd, nickend, mit wiederholten Verbeugungen und mit lauten »ありがとございます。« verabschiedet. Diese Form des herzlichen Abschieds wirkt aber leider etwas desorientierend, denn schließlich versucht man auch irgendwie jeder Verbeugung und jedem Ausruf Aufmerksamkeit zu schenken — als Zeichen des Respekts sozusagen. (Obwohl das sicher nur eine Floskel ist.)


  • today 02.03.2018

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Kabuki »国性爺合戦«

»The Battles of Coxinga« ist der Titel des Stücks, das den Leidensweg des Kriegers Watōnai darstellt. Der Akt aus dem wesentlich komplexeren Stück, der gezeigt wurde, war spannend aufgebaut. Da ich mich absichtlich gegen eine übersetzte Synchronisation entschieden habe, brauche ich kaum erwähnen, dass von einem tieferen Verständnis für die Geschichte nicht die Rede sein kann. Bei meinem Besuch im Kabuki ging es mir allerdings auch nicht um die Erzählung, sondern vielmehr um die Kunstform an sich. Eine Darstellungsform mit sehr speziellen Elementen, besonderer Form- und Farbgebung. Besonders sind auch die Zwischenrufe des Publikums. Reihenweise erschallen Rufe, geradeso als würden die Schauspieler angefeuert.


Trotz der Sprachbarriere waren doch einige Szenen/Metaphern des Stücks deutlich zu erkennen. So behandelt eine recht humoristische Szene, was ich jetzt mal als »Last des Schwertes« bezeichnen würde. Die Szene zeigt, wie eine Meute dem Samurai und Krieger Watōnai das Schwert abnimmt und trotz vereinter Kräfte mehrfach unter dessen Last zusammenbricht. Ich würde vermuten, dass die Waffe hier nicht nur für die Waffe an sich, sondern vielmehr für die Verantwortung des Trägers, des Samurai und dessen »武士道« steht.


  • today 03.03.2018

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Mensch und/oder Maschine

Auch das Mittagessen war heute ein besonderes Erlebnis. In einer Seitenstraße in der Nähe des Kabukiza-Theaters und doch weit genug vom Touristendrubel weg fanden wir uns vor einem kleinen Lokal für Ramen wieder. Doch direkt neben der Schiebetür steht ein Automat. Warum? Man bestellt und bezahlt an dem Automaten und bekommt dafür eine Art Ticket. Dann geht man rein und klemmt dem Koch den Zettel auf ein Brett und wartet. Irgendwie witzig und die Auswahl war auch noch so groß, dass mir die Entscheidung echt schwergefallen ist. Ich hab dann das Gericht mit dem am Meisten nichtssagenden Bild genommen. Teile der Suppe waren schlichtweg nicht zu erkennen. Aber die Suppe war lecker.



  • today 03.03.2018

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浅草寺  |  Senso-ji

Der Senso-ji einer der bekanntesten buddhistischen Tempel (»-ji«-Endung) in Tokyo ist eine beeindruckende Anlage, die vollständig in Schwarz, Rot und Gold gehalten ist. Hier musste ich heute feststellen, wie unterschiedlich doch die buddhistischen Riten, im Vergleich zu dem, was ich bisher gesehen habe.


Was mir auch aufgefallen ist, ist die unmittelbare An- und Einbindung von Shops. So sind im Tempel selber Shops angesiedelt, in denen buddhistische Rosenkränze (Mala) oder andere Dinge erstanden werden können. Direkt vor der Tempelanlage in einer langen Gasse, die auf die Anlage hinführt, reihen sich dicht an dicht Läden mit Touristen-Nippes.


Außerdem können die Besucher dort ihre »Zukunft«/ihr »Schicksal« erfahren. In einem sechseckigen, metallenen Container sind Holzstäbe enthalten, die alle eine Nummer tragen. Man schüttelt, nachdem man 100¥ in eine Truhe geworfen hat, diese Blechbox, bis durch ein kleines Loch eines der Holzstäbchen herausfällt. Die Nummer liest man ab und schiebt das Holzstäbchen zurück in die Box. Mit der Nummer im Kopf geht man zu einem kleinen Schubladenschrank, öffnet die Schublade, entnimmt ein Kärtchen und ließt dann sein eigenes Schicksal.


Neben dem Schränkchen hängt eine laminierte Anmerkung, die einen darauf hinweist, dass man selbst mit einem schlechten Schicksal in Würde leben und sein Bestes geben kann.


Diese wirtschaftlichen und abergläubischen Verknüpfungen muten hier doch seltsam an und stehen in klaren Kontrast zum Dharma.


  • today 04.03.2018

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秋葉原  |  Akihabara

Das Manga-/Anime- und Elektronikviertel. Das muss einem gefallen.


In Akihabara reihen sich Shops für Manga und Anime und auch Computerspiele dieser Art aneinander. Die Shops sind eng und verwinkelt angelegt und unter Umständen findet man sich auch schnell in der Hentai-Schmuddelecke wieder.


Noch ungewöhnlicher sind die Spielhallen. Der Begriff »Reizüberflutung« ist hier Programm. (Meiner Meinung nach greift der Begriff hier schon nicht mehr ganz.) Diese Spielecenter sind derart mit Lichtern, Bilder, Tönen überflutet, dass man sich vollkommen desorientiert fühlt. In Sachen Ton zum Beispiel überlagern sich die Tastentöne der Automaten, das Rasseln von Metallkügelchen in den Automaten, Game-Over- und Sieges-Melodien. All diese Töne vereinen sich zu einem schmerzenden, misstönenden Rauschen. Ist man die Atmosphäre nicht gewöhnt, will man nur noch raus.


Trotz der eher schlechten Eindrücke von den Spielhallen und den doch eher schrillen Manga-Shops war Akihabara den Trip wert. Akihabara ist mit Sicherheit eines der Extrema, die Japan zu bieten hat. Das sollte man, wenn man da ist, schon mal erlebt haben.


Das Mittagessen

Das Mittagessen war das große Plus von Akihabara. Es gab Pfannkuchenbällchen (Das Wort scheint es am besten zu treffen, auch wenn es mit Pfannkuchen wahrscheinlich nur wenig zu tun hat.), die Tintenfisch enthielten und mit Frühlingszwiebeln gedeckt waren. Das war sehr lecker.


  • today 04.03.2018

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渋谷  |  Shibuya

Shibuya mit dem bekannten »Shibuya Crossing« ist beeindruckend. Allein die Menschenmassen, die sich hier über eine einzige Kreuzung bewegen. (Kreuzungen sind in Japan übrigens auch diagonal mit Zebrastreifen ausgestattet.) Mehrere Hundert Menschen bewegen sich hier während einer einzigen Ampelphase.


Der »Meijin«-Schrein ist Tempel-/Schreib-Liebhabern zu empfehlen. Ein Waldweg führt durch mehrere 鳥居 in die Anlage. Das Holz der Bauten ist naturbelassen und strahlt eine gewisse Wärme aus. Entlang des Waldweges bekommt man auch Regale zu mit in Stroh verpackten Sakefässern.


  • today 04.03.2018

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渋谷  |  Shinjuku

Das Nachtleben in »Shinjuku« ist berauschend, auch ohne eine der Bars besucht zu haben. Die bunten Lichter und die vielen verwinkelten Gassen, mit den kleinen, privaten Kneipen heben das Gemüt und wecken Interesse auf das Versteckte.


Abendessen

Das Abendessen, das ich hier genießen durfte, war etwas Besonderes. Zuerst ging es über eine schmale Treppe, die direkt hinter der Eingangstür anzufangen schien, in den zweiten Stock. Dort konnte man über Tablets, die an der Wand angebracht waren, bestellten. (Eis-)Wasser, wie es hier üblich ist, gab es natürlich kostenlos dazu. Zusammen mit dem Essen wurde dann auch die Rechnung gereicht, die beim Verlassen des Restaurants beglichen wurde.


Mein Gericht bestand aus einer Lage Reis, die durch eine Lage in scharfer Soße gebratenen Specks gekrönt und mit Frühlingszwiebeln verfeinert wurde. Schön scharf, richtig lecker! Dazu gibt's natürlich auch ein Schälchen »味噌汁« (Miso-Suppe).


  • today 04.03.2018

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Heute war einer der Tage, an denen alles zu scheitern scheint. Nicht aus eigenem Unvermögen, sondern vielmehr den Umständen geschuldet. Der Tag fing damit an, dass wir — Kaiserpalast angekommen — feststellen mussten, dass dieser geschlossen hat. Darüber hinaus hatte es schon morgens mit regnen angefangen. Durch die Umstände gezwungen sind wir also gut zwei Stunden um die Anlage des Kaiserpalasts herumgelaufen, um zum Yasukuni-Schrein zu gelangen. Der Schrein ist übrigens mit seinen gigantischen, metallenen 鳥居 auch bei Regen ein beeindruckender Anblick. Von dort haben wir uns dann zum »Kanda Myojin« durchgeschlagen.


Zu guter Letzt sind wir dann in Yanaka, dem Tee- und Blumenviertel Tokyo angelangt. Der Trip hat sich gelohnt, denn es gab »Teechen für 'dechen«. Am liebsten hätte ich ja den Laden leer gekauft. Hab' mich aber dann doch für »Genmaicha«, einen vollmundigen Tee mit gerösteten Reiskörnern entschieden.


たい焼き  |  Tayaki

Der große Pluspunkt des Tages war eine Süßspeise im Bahnhof von Ueno. たい焼き  |  Tayaki in der Form, wie ich sie gegessen habe, war ein etwa 40 mm dicker Pfannkuchen (ca. 80 mm im Durchmesser), der mit einem Mus aus roten Bohnen gefüllt war. Warm, süß — einfach himmlisch.


  • today 05.03.2018

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Kaiserpalast

Entgegen meiner Erwartung war der Kaiserpalast nicht einmal halb so interessant, wie sich das anhört. Man erwartet eine Anlage mit vielen, aufwendigen Bauten, begehbare Festungstürme, etc. Doch man findet im Kaiserpalast in Tokyo nichts dergleichen. Man findet eine große Grünanlage, die im Winter — wie könnte es anders sein — doch unspektakulär ist. (Hat man den »Grand Palace« in Thailand oder andere Paläste dieser Art gesehen, wird man hier enttäuscht.)


Hat man noch andere Ziele in Tokyo, sollte man diese — meiner Meinung nach — priorisieren.


  • today 06.03.2018

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Der Stadtteil, um den Bahnhof von Tokyo herum ist ein wahres Paradies für Leute, die sich an Architektur erfreuen oder gerne Architektur fotografieren. Hier sind gigantische Häuserschluchten und futuristische Glasbauten zu sehen.


  • today 06.03.2018

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豪徳寺  |  Gotokuji-Tempel

Nach einer Fahrt von etwa 40 Minuten aus Tokyo raus, nach Gotokuji (der gleichnamigen Stadt) findet man sich in einem »kleinen« japanischen Dorf wieder. Ein krasser Kontrast zu der Größe Tokyos. Allein das »kleine Dörfchen« war schon die Anfahrt wert. Kleine Gassen und Bahnübergange zwischen kleinen Häusern. Häuser, die teilweise so klein erscheinen, sodass das Leben einem, der man anderes gewohnt ist, schier unmöglich erscheint. Wie im Tempel auch dreht sich hier alles um die 招き猫, die winkende Katze.


Vom Bahnhof etwa 20 Minuten entfernt gelangt man zu der großzügigen Tempelanlage. Man findet dort die Gebäude, die man in einer Tempelanlage entwartet. Häuser asiatischer Architektur, Incenser und, wie es hier üblich ist, ein Becken um Hände und Mund zu waschen. Interessant ist hier schon, dass sich in vielen Ecken die kleinen 招き猫 verstecken. Auch in der Pagode der Anlage, erkennt man in der Firsttasche eines jeden Stockerwerks eine kleine winkende Katze.


Gelangt man in den hinteren Teil der Anlage, dann offenbart sich einem ein ungewohnter Anblick. Ein Meer aus 招き猫 sammelt sich um einen kleinen Schrein. Alle dieser winkenden Katzen sind weiß und in scheinbar allen Größen vorhanden. Von winzig klein, bis zu 40 cm groß.


  • today 06.03.2018

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Heute sind wir in Asakusa (Tokyo) abgereist und sind mit der Bahn ins etwa 2 Stunden entfernt gelegene Kamakura in der Präfektur Kanagawa weitergezogen.

Einzelbild

高徳院  |  Kōtoku-in

Weil ich mich ja viel mit dem Buddhismus und den Darstellungen des Buddha beschäftige, habe ich mich schon lange auf den Besuch eben dieses Tempels gefreut. Ich kann es nicht direkt beschreiben, aber diese Figur hat mich irgendwie angezogen. Diese Darstellung des Buddha hat eine Ausstrahlung, wie sie nur bei wenigen der ungezählten Darstellungen zu finden ist.


Als ich vor dieser Figur stand, fühlte ich mich irgendwie losgelöst. Frei. Die bloße Ausstrahlung dieser doch alten (~ 7,5 Jahrhunderte) und durch diese Zeit mitgenommen Statue ist irgendwie beruhigend, regt zum Nachdenken an und ist gleichzeitig einfach nur schön. Die stilisierten, friedvollen Züge, scheinen den erleuchteten Geist Buddhas zu beschreiben. Was diese Statue auslöst, kann man nur empfinden und kaum in Wort fassen.


  • today 07.03.2018

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  • place Kamakura (Kanagawa)

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Kotokuin

長谷寺  |  Hase-Dera Tempel

Die weitläufige Tempelanlage des »Hase-Dera« ist beeindruckend. Die Tempelanlage ist Kannon, Bodhisattva des unendlichen Mitgefühls, gewidmet.


Neben den Bauten, die sich der Verehrung des Kannon widmen, gibt es außerdem ein kleines Museum, das die Mythologie des Kannon, wie auch die Geschichte des Tempels erzählt.


Die Tempelanlage ist regelrecht übersäht mit kleinen Buddhadarstellungen und Reinkarnationen des Kannon. Vor allem Letztere, die im Museum zu sehen sind, bestechen durch ihre Vielfältigkeit. Neben dem rein buddhistischen Kontext sind hier auch die Grünanlagen, ein kleiner Steingarten und die Architektur der Bauten schon den Besuch des Tempels wert.


  • today 07.03.2018

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  • place Kamakura (Kanagawa)

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Wetter & Co

Der Tag heute war nichts. Nicht nur hat es den ganzen Tag — ohne Unterbrechung — geregnet, sondern es war mit 4 °C auch noch richtig kalt. Dazu kommt dann auch noch der Wind, der hier aufgrund der Küstennähe ständig durch Kamakura bläst. Schnell, trotz Regenjacke, durchnässt und frierend, wurde das ganze heute sehr anstrengend.


Kamakura ist meines meiner Hauptziele, das ich aufgrund der traditionsreichen Bauten und vor allem auch wegen der spannenden Tempelanlagen ausgewählt habe. Heute hatten wir versucht einige der Tempel auf meiner trotz des Arschloch-Wetters, zu besuchen. Allerdings war ein Großteil der Tempel geschlossen, sodass wir einen Großteil der Strecke umsonst gegangen sind. Alternativ sind wir dann, etwas durchgefroren, durch die Läden der Touristenmeile geschlappt und die Waren begutachtet.


Essen

Auch das mit dem Essen in Kamakura ist so eine Sache. Einerseits erscheint das Essen, im Vergleich zu Tokyo, recht teuer. Andererseits braucht es auch eine Weile, bis man ein Restaurant findet, das auch wirklich japanisches Essen serviert. Wie so oft macht der Tourismus vieles kaputt. Aber merke: »Touristen sind immer die anderen.«


  • today 08.03.2018

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  • place Kamakura (Kanagawa)

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温泉  |  Onsen

In meinem Hostel habe ich heute das erste Mal ein japanisches Onsen besucht. Der Anfang ist etwas seltsam, aber von dem ersten »Schock« erholt man sich schnell.


Im ersten Moment kommt man sich ein bisschen wie ein Hinterwäldler vor, der zum ersten Mal mit fließendem Wasser in Berührung kommt. Alles scheint fremd. Man hat davon gelesen und doch ist man sich der Abläufe nicht so sicher. Man ist mit der Badezimmer-Etikette nicht so richtig vertraut und ist hier, in der Blöße, besonders vorsichtig nichts falsch zu machen.


Hat man diese befremdlichen Gefühle und Gedanken erst mal überwunden, kann man das Onsen richtig genießen. In gewisser Weise hat diese Form des Bades eine befreiende Wirkung. Vor allem, wenn man im Anschluss an die Waschungen in den heißen Pool steigt und durch die Scheibe in den grünen, vor Leben strotzenden Garten blickt.


  • today 09.03.2018

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  • place Kamakura & Kita-Kamakura (Kanagawa)

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  • opacity Pflege

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Heute haben wir viele der Tempel und traditionellen Häuser besichtigt, die Kamakura und Kita-Kamakura zu bieten haben. Manche der Tempel sind interessant, andere eher weniger zu empfehlen.


Viele Tempel haben den Besuch echt gelohnt. Die Zen-Architektur, ein Bambushain oder eine besondere Statue. Alles das zeichnet jeden Tempel für sich aus, macht sie unterschiedlich und einzigartig. Tempel, wie der 建長寺 (Kencho-ji) sind sehr weitläufig und haben sehr viele Details zu bieten. Wieder andere Tempel, wie der 建長寺半僧坊 (Hansobo Schrein) liegt versteckt am Berg und bieten dem anstrengenden Aufstieg zum Trotz eine beeindruckende Aussicht.


Insgesamt haben wir heute etwa 25km zurückgelegt:



Der Tag endete mit dem Sugimotodera Tempel und klang dort auch aus — im wahrsten Sinne des Wortes. Der Mann, der sich um die Anlage kümmerte, augenscheinlich nicht als Mönch zu erkennen, schlug die Glocke des Tempels. Jeder Schlag erschreckte in seiner Lautstärke und verklang dann doch entspannend, tief vibrierend. Eine seltsame Befreiung schwang in dem Klang mit. Für den Moment des Klangs schienen alle Gedanken zu verstummen. Irgendwie ein seltsames und zugleich angenehmes Gefühl. Der Moment lässt sich gar nicht so richtig in Worten zusammenfassen.


Leider gibt es auch andere Tempel, die weniger spannend sind, sodass sie den Weg nicht lohnen. Der 明月院 (Meigetsuin Tempel) kostet 300¥ Eintritt und trotz des Eintritts ist die Hälfte der Anlage für Besucher unzugänglich, sodass der Tempel nichts Besonderes zu bieten hat.


  • today 09.03.2018

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  • place Kamakura & Kita-Kamakura (Kanagawa)

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  |  Mochi

In Kamakura haben wir die bisher besten (Mochi) gegessen. Meine Sorte, (Sakura) war sehr lecker. Der Teig war sehr weich, allerdings auch sehr süß. Dazu gab es einen heißen Ingewer-Tee, den man bei dem immer noch recht schlechten Wetter gut hat gebrauchen können.


  • today 09.03.2018

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観音寺城  |  Kannonji-jo

Heute haben wir die Kannon-Darstellung (»Bodhisattva des Mitgefühls«) in Ofuna (Kanagawa) besucht. Die 25m hohe Büste stellt einen weiblichen Bodhisattva dar. Wie auch der Buddha in Kotoku-in ist diese Statue begehbar. Diese Statue birgt in ihrem Inneren allerdings einen kleinen Tempel.


Die Statue ist sogar aus dem Zug heraus zu erkennen und wahrlich beeindrucked. (Im direkten Sonnenlicht kann man die weiße Statue allerdings kaum ansehen.)


  • today 10.03.2018

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田谷の洞窟  |  Taya no Doukutsu

Die Taya-Höhlen, in dem 定泉寺 (Josen-ji) zu sehen sind, waren definitiv den langen Fußweg von Kannonji-jo wert. Nachdem man 400¥ Eintritt gezahlt hat, erhält man eine kleine Kerze, die man Eingang zu den Taya-Caves entzündet. Mit der Kerze in der Hand läuft man durch einige verzweigte Tunnel, in denen detailierte Reliefs an der Wand zu sehen sind. Immer wieder gelangt man in runde, hohe Meditationskammern, deren Reliefs auch Buddhabildnisse zeigen.


  • today 10.03.2018

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源氏山公園  |  Genjiyama Park

Der Genjiyama-Park, der auf einem Berg liegt, beherbergt einige interessante Schreine. Leider war uns nicht bewusst, dass der Zeniarai-Benten Schrein, Sasuke Inari Schrein und ein weiterer Teil des Schreins sind. Weshalb wir infolge unserer Wanderschaft — Google-Maps folgend — von einem zum nächsten Schrein, den Berg hinab und anschließend hinaufgestiegen sind. Wobei wir dann, nach dem ersten Abstieg, für jeden Aufstieg eine neue Route gewählt haben. Eine dieser Routen führte uns auch durch unwegsames Gelände — über Stock, Stein und vor allem durch Matsch. (Aber so hat man auch was von den Bäumen im Wald gesehen.)


Die beiden Schreine »Zeniarai-Benten Schrein« und »Sasuke Inari Schrein« sind absolut sehenswert.


銭洗弁財天宇賀福神社  |  Zeniarai-Benten Schrein

Dieser Schrein ist erst nur durch ein 鳥居 (Torii) und ein paar Laternen erkennbar, die vor dem Eingang einer Höhe im Fels stehen. Geht man dort hindurch gelangt man durch eine Höhle und einen kurzen Tunnel aus 鳥居 (Torii) in den Schrein. Viele Menschen tummeln sich da, die dort ihr Geld waschen. (Selbstverständlich nicht im kriminellen, sondern eher im spirituellen Sinne.) Diese Waschung des Geldes verspricht Reichtum in der Zukunft.


佐助稲荷神社  |  Sasuke Inari Schrein

Tief im Wald gelegen ist dieser Schrein weniger besucht, jedoch aber nicht weniger sehenswert. Von oben gelangt man zu dem Schrein über einen schlammigen und unwegsamen Pfad. Der Tempel selbst ist übersäht mit Hunderten von Porzellanfiguren und kleinen 鳥居 (Torii) und anderen Schreinbauten. Trotz der gepflegten Anlage scheint der Wald Teile des Tempels wieder für sich zu beanspruchen und vereinnahmt kleine Figuren und Bauten mit seinen weichen Moosen.


  • today 10.03.2018

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Yokohama

Heute sind wir nach Yokohama weitergezogen, angeblich Japans zweitgrößte Stadt. »Angeblich«, weil mir Yokohama bisher nicht wirklich groß erscheint und auch nur wenig spektakulär. Vielleicht liegt das aber auch an dem Unterschied zwischen »Yokohama« und »Kamakura«, an dem Unterschied zwischen »Großstadtleben« und »Kulturfokus«.


In Yokohama haben wir heute das vollkommen überfüllte Chinatown besucht, was ehrlich gesagt etwas anstrenged ist. Jetzt die zweite Woche in Japan ist man es nicht gewohnt, ständig von Restaurants umworben zu werden. Man ist die zurückhaltenden Japaner gewohnt und nicht das hier übertriebene und zugleich farbenprächtige Chinatown.


Cup Noodles Museum

Neben China-Town und dem Pier waren wir außerdem in dem bekannten »Cup Noodle Museum«. Wir hatten keine Reservierung. Hätten wir unsere eigene Cup-Noodle-Sorte erstellen wollen, dann hätten wir einen Termin 3 Stunden später bekommen. Wir haben verzichtet und haben uns das Museum einfach so angesehen. Abgesehen von dem Erklärfilm, einer Skulptur und einigen Kleinigkeiten, war das Museum entgegen meiner Erwartung eher einfach gestrickt. Eigentlich nichts Besonderes und kaum den Eintritt wert. Aufgrund des Hypes, hier in Yokohama, gerade um dieses Museum hatte ich mehr erwartet.


  • today 11.03.2018

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Unglücklicherweise ist Yokohama leider immer schrecklich unspektakulär. Leider hatte ich deutlich mehr von Yokohama erwartet. Allerdings gab es auch einige kleine Peaks in Yokohama.


Yokohama Pokémon Center

Der Pokémon Shop im Kaufhaus am Landmark-Tower war spannend. Buntes, rund um Pikachu und andere bekannte Pokémon gibt es hier zu finden. Vom Kugelschreiber, über Anhänger bis hin zu Stofftieren und Backformen ist alles dabei. Allerdings muss ich auch hier sagen, dass man von dem allseits beschworenen bunten Japan, einen doch schrilleren Shop erwartet hätte.


Jump & Ghibli Shop

In der Nähe des »Pokémon Shop« waren auch ein »Ghibli Studio Fan Shop« und ein »Jump Shop« (Manga, Anime) zu finden. Beide Shops waren recht interessant. Mit den Sachen, die im »Jump Shop« angeboten konnte ich nur wenig anfangen, auch wenn ich einige der Titel/Serien kannte.

Der »Ghibli Studio Fan Shop« dagegen war interessanter. Die Illustrationen waren viel liebevoller und detailreicher, auch wenn mir hier die Titel/Filme nicht sagten. »Heidi«, den Zeichentrick, kenne ich natürlich. Schließlich bin ich damit aufgewachsen. Aber das ist ja nur ein kleiner Teil des großen Schaffens von »Ghibli Studios«.


  • today 12.03.2018

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Yokohama

Auch dieser, letzte Tag barg keine Überraschungen. Dieser Tag war mehr durch die bevorstehende Abreise nach 大津市 (Otsu) geprägt, als durch alles andere. Mit dem Versuch möglichst entspannt und zeitaufwendig den Tag zu verbringen, bewegten wir uns durch Yokohama. Wir besuchten das »NYK Hikawa Maru« und tingelten durch die Shops von Chinatown.


  • today 13.03.2018

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Shiga International House

Heute bin ich in meine Studentenbleibe in 大津市 (Otsu) eingezogen. Die erste Reaktion war Schock. Nicht nur war es innen deutlich kälter als draußen, sondern das Alter war der Wohnung anzusehen. Dem baldigen Abriss vorbestimmt, sah die Wohnung doch recht abgelebt aus.


Ein weiterer Schockmoment war die Kälte in der Wohnung und die »Air-Condition«. Nicht nur war die Fernbedienung auf Kanji, sondern auch die Ladehemmung war irritierend. So dauerte es auch eine ganze Weile, bis ich endlich Hitze in meine Wohnung bringen konnte. Aber schließlich passt man sich doch an und fühlt sich nun doch wohl.


Ich muss auch ehrlich sagen, dass es ein seltsames Gefühl ist, mit zwei Koffern in ein vollkommen leeres Appartment zu ziehen. Natürlich bin ich schon für mein Studium ausgezogen. Doch das hier in Japan, mehr als 9.000km weit weg ist eine ganz andere Hausnummer. Das Gefühl, dass das vermittelt, ist schwer zu beschreiben.


  • today 14.04.2018

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Wenn man in sein neues Heim einzieht, gibt es viel zu tun. Das ist auch hier so. Wen wundert's? Allerdings ist das hier auch noch etwas anders. Denn die zu erledigenden Dinge fangen schon mit banalen, aber nicht allzu kleinen Hürden an.


Ein neuer Name

So musste ich jetzt erst mal meinen Namen auf Japanisch (Katakana) schreiben lernen. Selbstverständlich habe ich geahnt, dass das auf mich zukommt. Aber das im Voraus zu lernen ist schwierig. Denn die Zusammensetzung ausländischer Begriffe aus den japanischen Katakana folgt einer inneren Logik, die für einen Außenstehenden nicht so richtig zu begreifen ist. Mit den Silben der ヘボン式 (Hepburn-Schreibweise) gäbe es viele Möglichkeiten. Allerdings werden die Silben nicht nur anhand dieser Umschreibung, sondern auch im Klangzusammenhang gewählt. Kurz gesagt mit meinem Namen bin ich da ziemlich gearscht. Zum einen der Doppelvorname und zum anderen der deutsche Nachname, mit dem schon viele Deutsche ein Problem haben. Warum auch immer?


Mein neuer Name lautet jetzt: アンドレ パスカル バートバイン was sich in ヘボン式 »A-N-DO-RE PA-SU-KA-RU BA-A-TO-BA-I-N« schreibt.


  • today 14.03.2018

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Der Traum eines Anderen ...

Wenn man eine solche Reise tut, denkt man über viele Dinge nach. Unter anderem denkt man auch an jene, deren Lebenstraum es war Japan zu sehen. Auch wenn man den Traum nicht bis ins Detail kennt, nicht das eigentliche Ziel in Japan kennt, beeinflusst das einen. Dem Traum eines geliebten Menschen, versucht man in gewisser Weise gerecht zu werden. Ja, man versucht diesen Traum durch gewisse Dinge zu verwirklichen. Man versucht so viel zu erleben, wie es nur möglich ist. Ja, man versucht vielleicht sogar ein Andenken zu vervollständigen. Man lebt diesen Traum zum Besten eines anderen und zugleich zum Besten des Selbst. Aber was ist das wirklich? Egoismus? Reines Gewissen? Oder ist das eine Art letzter Dienst?


  • today 14.03.2018

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Registrierung und mehr ...

Anfangs haben wir uns heute nur um ein paar wichtige Dinge gekümmert. Jetzt bin ich in Japan auch registriert. Dabei hab' ich gleich was Neues gelernt. In Japan wird immer noch — auch auf Registrierungsformularen — mit Kaiser-Jahreszahlen gerechnet. Demnach schreiben wir heute den 平成 30 03 15.


Auch die Versicherung, die wir beim Einzug abgeschlossen haben, wurde heute bezahlt. Allerdings nicht in Cash und auch nicht per Überweisung. Hier geht man in einen Convenience Store, lässt aus »Loppi«-Automaten ein Ticket und bezahlt die Versicherung an der Kasse. Auch ein interessantes Konzept, oder?


  • today 15.03.2018

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AEON ... A little big supermarket ...

Gestern wurde uns von unserem Mentor, unserer Gast-Hochschule, der »AEON Style« empfohlen, mit dem Kommentar »It's a little big supermarket.«.


Heute waren wir in dem »little-big« Supermarkt. Wir waren schlichtweg überwältigt. Man wusste gar nicht, wo man zuerst schauen sollte. Produkte aller Klassen, aller Formen und Farben in unzähligen Regalen. Allein die Unmengen an Lebensmitteln. Mega! Derart überflutend, dass einem die Entscheidungsfindung noch schwerer fällt als sonst schon.


Man kann sich das in etwa vorstellen, als würde man in einen deutschen Großhandel (Metro, Selgros) das vierfache Sortiment auf etwa doppelter Fläche präsentieren. Dann das Ganze noch in vier Produktsparten auf vier Stockwerken.


  • today 15.03.2018

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Sprachkurs

Der erste Sprachkurs heute war eigentlich recht entspannt und geprägt von Wiederholungen. Das Gute an diesem Kurs ist der veränderte Fokus. Nicht wie in »Japanisch im Sauseschritt« — nicht zu empfehlen — lernt man hier mehr Alltagsworte im Zusammenhang mit der Etikette und der Verwendung.


  • today 16.03.2018

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東本願寺  |  Higashi-Hongan Tempel
西本願寺  |  Nishi-Hongan Tempel

Bei unserem ersten Besuch in Kyoto besuchten wir die »Geschwister Tempel«, Higashi- und Nishi-Hongan Tempel. Beides große und wahnsinnig beeindruckende Tempelanlagen. Allein die Tore, durch die man Zugang in die Anlagen erlangt, sind schon faszinierend.


Doch der Higashi-Hongan Tempel war nochmal weitaus beeindruckender, als der folgende Nishi-Hongan Tempel. (Beide sind jedoch sehenswert und liegen nicht weit auseinander.) Das weitläufige Tempelgelände barg viele Häuser asiatischer Architektur, neu und alt. Überwältigend war jedoch der Besuch der großen Hallen des Higashi-Hongan Tempel. Vergoldete Trennwände, strahlend. Allein die Goldmenge ist schon beeindruckend. Doch jede der einzelnen Trennwände(-türen) zierte ein Türsturz mit einem großen Relief. Ein Relief mit einer Tiefe von vielleicht 35cm und so detailreich, sodass das Auge ständig umherspringt. Das Relief in seinem einer solchen Trennwand(-tür), ein einziges Panel, in seiner Gesamtheit wahrzunehmen, wird durch die Vielzahl der Details schon schwierig. Motive mit Pfauen, Kranichen, Phönixen oder musizierenden, beflügelten Bodhisattva. Absolut sehenswert!


  • today 17.03.2018

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Mittagessen

Beim Mittagessen wären wir heute beinahe in einem Karaoke-Schuppen gelandet. Von außen war der Laden nicht als Karaoke-Schuppen zu erkennen, es erschien auch mehr als Restaurant. Auch カラオケ (Karaoke) stand nirgends dran. Als wir den Laden dann betraten, waren wir das erste Mal verwirrt. Auf den ersten Blick war das Restaurant nicht zu erkennen. Auf meine Rückfrage: すみません。レストラン わどこですか (Entschuldigung. Wo ist denn das Resuturant?) Wurde mir das bestätigt, dass das Restaurant hier sei. Auch erst am Ende des kurzen japanischen Gesprächs wurde klar, dass man einen Karaoke-Raum mieten müsse, um etwas zu essen bekommen. Am Ende dieses peinlichen Missverständnisses haben wir uns mit einem すみません entschuldigt und uns für die Information bedankt.


Wir sind dann im Restaurant gegenüber gelandet. Lecker war's! Hackfleisch-Steaks gefüllt mit Käse und Pilzen und dazu Reis und eine Art Krautsalat. Der Krautsalat sah allerdings auch nur so aus. Denn im Krautsalat war kein Kraut, sondern Kohlrabi. Mit dem Dressing aus dem Sesam und anderem eher Undefinierbarem war das allerdings sehr lecker.


  • today 17.03.2018

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二条城  |  Burg Nijo

Der Besuch der Bug Nijo hat sich auf jeden Fall gelohnt. Nicht nur sind die Gebäude eindrucksvoll und die Gartenanlagen liebevoll gestaltet, sondern auch das Betreten einzelner Gebäude ist etwas ganz besodneres.


Auf einer festgelegten Route wird man durch die Häuser geführt und erhält Einblick in die Räumlichkeiten des Shoguns 徳川 家康 (Tokugawa Ieyasu), seiner Gäste und der Bediensteten. Spannend dabei sind die verschiedenen Malereien, deren Bedeutung für die jeweiligen Räumlichkeiten und die unterschwellige Demonstration von Macht und Einflussnahme des Shoguns. Malereien von Tigern über Falken und Adlern bis hin zu harmonischen Landschaften. (Die meisten der Malereien sind allerdings Replikate und nur im Museum zugänglich, dass derzeit leider geschlossen ist.)


  • today 17.03.2018

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泉涌寺  |  Sennyu Tempel

Der Besuch des Sennyu Tempel war leider ein Reinfall. Zwar ist der Tempel in einem schönen Waldstück/Park gelegen und umringt von einigen kleinen Schreinen. Wenn man die Gebäude besuchen will, muss man ¥800 Eintritt bezahlen. Ansonsten liegt der Eintritt bei ¥500. Leider sind selbst die ¥500 für die doch recht kleine und unspektakuläre Anlage etwas hoch angesetzt.


Auch der Besuch des einzigen zugänglichen Gebäudes war eher unspektakulär. Mit einer schlichten Meditationshalle, keine Nebenräume und ohne weitere Erläuterungen, war der Besuch recht teuer und kaum den Fußweg vom Kyoto Bahnhof wert. (Google Maps und die Nutzer-Fotos hatten hier etwas anderes vermittelt.)


  • today 18.03.2018

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東福寺  |  Tofuku Tempel

Dieser Tempel war auch schon wesentlich interessanter als der Sennyu Tempel. Aber auch hier sind die Eintrittspreise ganz schön gepfeffert. Allerdings ist die Tempelanlage kostenlos zugänglich, während man für die verschiedenen Gärten Eintritt zahlen muss. Da zum Großteil die Gärten in dieser Jahreszeit noch sehr trist sind, haben wir es bei einem der Gärten belassen.


  • today 18.03.2018

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伏見稲荷大社  |  Fushimi Inari-Taisha Schrein

Dieser Schrein war das absolute Highlight. Der Weg zur Anlage gesäumt von Straßenständen mit Essen (und Touristen-Schrott). Gegrillter Speck, gefüllte Gebäck-Spieße, Spieße mit Riesbällchen, Taiyaki und mehr. Die Taiyaki mit Grüner-Tee-Füllung sind richtig lecker.


Die Anlage des Schreins ist dem »Kami Inari« gewidmet und geprägt von -Darstellungen (Fuchs-Darstellugen) geprägt. Die Anlage selber ist schon interessant. Mit den kräftigen, roten Schreingebäuden, geschwunenen Dächern und vielen 鳥居 (Torii). Leider ist die Anlage auch von Touristen geflutet.

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Zwar zum Fushimi Inari-Taisha Schrein gehörig aber von der Hauptanlage wegführend, geht man durch einen gigantischen 鳥居-Tunnel. 鳥居 um 鳥居 geht man hindurch, Hunderte ja Tausende dieser 鳥居 bilden einen Tunnel, der den Berg hinauf führt. Alle 鳥居 leuchten rot und sind unterschiedlich groß. Mal schmal mal breit. Trotz der vielen geschwätzigen Menschen herrscht innerhalb dieses Tunnels eine gewisse Ruhe. Eine Ruhe nicht unbedingt äußerlich ist, sondern in gewisser Weise von Innen zu kommen scheint. Je weiter man geht, desto leerer wird es. (Sobald die Instagram-Foto-Phase abgeschlossen ist, steigen die meisten aus.) Hin und wieder wird der Tunnel durch einen Seitenpfad unterbrochen, der in den umliegenden Bambuswald führt. Es lohnt sich ein kleines Stück in den Wald zu laufen und die Ruhe dort zu genießen und von dem befriedenden Ambiente des Bambuswaldes, zu profitieren. (Bambuswälder haben irgendwie eine »magische« Wirkung.) Wir sind auf beide Bergspitzen des Mount Inari aufgestiegen. Ein anstrengender Aufstieg voller ungleicher Stufen, aber die Aussicht ist jede Ansstrengung wert. Der Weg wird immer wieder durch Pausenstationen, kleine Schreine und Souvenirshops unterbrochen.


Am Ende des Tages haben wir sogar unseren bisherigen Rekord gebrochen und sind etwas mehr als 29 km gelaufen.


  • today 18.03.2018

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Heute war ein verregneter Ruhetag. Gestern Abend und heute Morgen hatte ich das Vergnügen mit der japanischen Waschmaschine. Fun Fact: »Wäsche wird in Japan mit kaltem Wasser gewaschen.«


  • today 19.03.2018

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Der Tag heute war leider nicht weniger verregnet als gestern. Heute war aber sowieso irgendwie ein komischer Tag.


成安造形大学  |  Seian University of Art and Design

Schon der Weg zur Uni war heute — wie gesagt ein komischer Tag — nicht so erfolgreich. In die Betrachtung der vorüberziehenden Landschaft und in die eigenen Gedanken vertieft, sind wir eine Haltestelle zu früh ausstiegen. (Was uns erst nach den 改札口 (Bahnsteigsperren) aufgefallen ist. Nicht nur sind wir so gut 20 Minuten zu spät zu unserer Verabredung gekommen, sondern unser Ticket war auch noch fast doppelt so teuer. Glücklicherweise kam unsere Verabredung so zu spät, dass unsere Verspätung nicht weiter aufgefallen ist.


Unsere Verabredung, eine Japanerin, die an unserer Heimat-Hochschule im letzten Semester zu Gast war, gab uns eine private Führung an der Uni. Das Unigelände ist kleiner, als ich es mir vorgestellt hatte, dennoch fühlt man sich irgendwie auf Anhieb wohl. (In gewisser Weise ist man ja unter Seinesgleichen.) Als Europäisch-Aussehend erntet man hier dennoch viele neugierige Blicke. Doch von Professoren, wie auch Kommilitonen wird man höflich gegrüßt.


Bei dem Gang über das Gelände bekommt man auch kleine Einblicke, in die Talente die sich hier tummeln. Auf dem Hof werden fertige Arbeiten gelagert. Arbeiten, die besser sind, als Arbeiten die woanders ausgestellt werden.


Der Besuch/die Führung dauerte nicht lange an. Aber trotzdem hat sich der Weg gelohnt. Denn jetzt hat sich Vieles geändert. Vorher war eher die Reise-/Urlaubsstimmung vorherrschend. (Man ist ja auch durch mehrere Städte Japans angereist!?) Mit dem Besuch der Universität hat einen eine Motivationsflut erfasst. Man freut sich darauf Neues zu lernen, zu gestalten und zu schaffen.


  • today 20.03.2018

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Noch immer ist das Wetter nicht so prickelnd. So sitzt man da und beschäftigt sich mit den zukünftigen Studienthemen — übt sich in Neuem. Außerdem geht einem immer wieder das Erlebte in Japan durch den Kopf.


Gedanken — Japan

In Japan ist vieles anders. Allerdings nicht ganz so, wie es die Reiseführer und Etikettenratgeber beschreiben. Liest man diese Ratgeber stellt man sich die japanische Gesellschaft steif und streng vor, jederzeit regelkonform. Allein letzteres stimmt, doch auch das dient einem System, denn es dient dem allgemeineren Wohl. (Das System selbst ist im Moment nicht erkennbar.) Alles scheint sich innerhalb dieses Systems zu bewegen. Alltag, Arbeit, Leben, Individualität — alles. Hält man sich an die gröbsten Gepflogenheiten und gibt sich Mühe, hat man hier keine Probleme. Man lebt sich hier schnell ein und fühlt sich ebenso schnell wohl. (Selbstverständlich sind das nur meine Beobachtungen.)


Zum Beispiel wird sich bei der U-Bahn und S-Bahn (die hier natürlich nicht so heißen) in zwei Reihen — fein-säuberlich hintereinander — links und rechts von der Tür aufgestellt. (Hier sind teilweise sogar »Laufspuren« aufgezeichnet.) Das vereinfacht nicht nur das Aussteigen, sondern auch das Einsteigen. In der Bahn herrscht, von einzelnen wenigen Face-to-Face-Gesprächen, absolute Stille. Das heißt — kein Handy klingelt, kein Mutterficker-Deutsch-Rap aus dem Lautsprecher von ein paar Halbstarken und keine assigen Telefongespräche, die die gesamte Bahn unterhalten. Sehr angenehm!


  • today 21.03.2018

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Regen, Regen, Regen ...


Nur langsam wird das Wetter wieder besser. Da ich es rumsitzend aber nicht mehr ausgehalten habe, bin ich heute ein bisschen durch Otsu spaziert. Dabei bin ich durch neue Stadtteile, Supermärkte und Malls gekommen. Interessanterweise lernt man auch in den Supermärkten und Malls viel Neues über das Land, in dem man lebt.


Ich wusste zum Beispiel nicht, dass die optimale Länge der Essstäbchen von Person zu Person unterschiedlich sein kann. So ergibt sich die optimale Länge der Stäbchen aus dem 1,5-fachen der Spanne zwischen Daumen- und Zeigefingerspitze. Stellt man sich jetzt so manche europäische Pranke vor, dann sind das verdammt lange Stäbchen.


  • today 22.03.2018

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Interview & Kurs-Registrierung

Zusammen mit unserem Mentor, einer Übersetzerin und zwei Professoren saßen wir an einem Tisch im Illustration-Department. Interessant ist, dass die Anwesenheit der Übersetzerin es einem auf einmal sehr deutlich macht: »Ich studiere in Japan.« Natürlich was das ja die ganze Zeit der Plan, aber mit der Übersetzerin wird einem auf einmal klar, was man sich hier vorgenommen hat. Es ist kein unangenehmer Gedanke, man wird sich lediglich schlagartig dem Gesamtausmaß bewusst.


In gut 150 Minuten haben wir die 21 verschiedenen Kurse (des Illustration-Departments) besprochen und die Stundenpläne erstellt. Während des Gesprächs wurde schnell klar, dass das Studium hier sehr anders ist. Außerdem bekamen wir einige Arbeiten aus den verschiedenen Kursen zu Gesicht. Die Arbeiten sorgfältig verpackt und gelagert. Arbeiten, die durchweg sehr beeindruckend waren. (»Beeindruckend« ist bei den gestalterischen (hier vielleicht auch künstlerischen) Talenten, die da zu erkennen waren, ein Under-Statement.)


Es gibt auch viel Luxus, an den man sich hier gewöhnen könnte. So hat die Universität ihren eigenen, günstigen Shop für »Künstler- und Designerbedarf« direkt neben der Mensa. Außerdem bekommt jeder Student einen eigenen Arbeitsplatz an der Universität zugewiesen. Sehr nice!


Das abschließende Kommentar der Übersetzerin, die wohl aus den USA kommt, war auch ein Knaller: »Sorry for Trump! I did vote, but not for Trump.«


  • today 23.03.2018

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Osaka

Heute ging es für einen Tag in das etwa 1 Stunde entfernte Osaka. Um 07:30 Uhr ging es los. Schon die Hinfahrt war in gewisser Weise spannend. So früh unterwegs habe ich die Rush-Hour gestreift. Der Zug hat sich an den verschiedenen Haltestellen zwischen Otsu und Osaka gut gefüllt und sich dort dann nahezu vollständig geleert.


Meinen Rucksack, des Platzes wegen, abgenommen und in Händen tragend wurde ich von der Masse durch die Tür auf den Bahnsteig bugsiert und da ging es dann erst richtig los. Von allen Seiten Menschen. Meinen Rucksack vor mir tragend, konnte ich meinen Hintermann deutlich spüren. Spontan ging mir durch den Kopf: »Händeschütteln gibt es nicht. Aber Kuscheln in der Rush-Hour.« Ich bin ja schon in der ein oder anderen großen Stadt in einer vollen Rush-Hour-Bahn gewesen, aber der Bahnhof von Osaka war echt erstaunlich. Der Teil der Menschenmasse, der sich nahe der Tür konzentrierte, an der ich ausstiegen war, sammelte sich vor einer Rolltreppe, auf der pro Stufe je zwei Menschen Platz hatten. Ein Spektakel für den Europäer. Etwa 1m vor der Rolltreppe lichtet sich dann die Menschenmenge und geordnet ohne jedes Drängeln, mit einem gewissen Sicherheitsabstand besteigt jeder die Rolltreppe. Diese Ordnung und Ruhe bei diesen Menschenmengen wäre in Deutschland nicht denkbar.


Aus dem Bahnhof von Osaka raus, begann für mich ein langer und interessanter Tag. Mir einzelne Ziele gesteckt, bin ich durch das weitläufige Osaka geschlendert. Immer grob in die richtige Richtung gehend, bin ich immer da lang gelaufen, wo es interessant aussah.


  • today 24.03.2018

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Kreuz und quer bin ich durch Osaka gelaufen. Osaka hat viel zu bieten. Sowohl schattige Häuserschluchten imposanter Architektur, als auch schmuckreiche Tempel- und Schrein-Anlagen.


Auf meinem Weg zu den Tempeln, Schreinen und bekannten Stadtvierteln bin ich immer wieder durch kleine Viertel gekommen, die interessant waren. So bin ich auch durch ein Viertel gekommen, indem sich Leute meiner Altersgruppe einkleiden. Abgefahren. In dieser Hinsicht und ebenso, was die Menschen in Osaka angeht, ist die Stadt um ein vielfachen bunter/schriller als die Städte, die ich bisher besucht habe. Hier ist es noch immer nicht so bunt, wie man es sich von Japan erzählt, aber es fehlt nicht mehr viel.


  • today 24.03.2018

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Dotobori

道頓堀  |  Dotonbori

Dotonbori ist eines der bekanntesten Stadtviertel Osakas. Im Prinzip ist dieses Stadtviertel eine einzige Fressgasse. Hier reihen sich Restaurant und Straßenstände aneinander. Diese Ketten von Restaurants werden nur hin und wieder von Shops unterbrochen, die den typischen Tourismus-Plunder verhökern. Die Außenwerbung dieser Restaurants ist jedoch das eigentlich sehenswerte. Riesige dreidimensionale Krebse und Oktopoden hängen über den Eingängen und bewegen sich sogar. Absolut sehenswert!


  • today 24.03.2018

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Mittagessen

Am Automaten bestellt und bezahlt habe mich hingesetzt. Kaum saß ich, stand schon eine Tasse 焙じ茶 (Hojicha) bereit. Das Essen war richtig lecker. Reis mit Hühnchen in knuspriger Panade und dazu eine kleine Nudelsuppe.


Im Vergleich zu deutschen Gerichten ist hier alles mundgerecht zugeschnitten, auch das Fleisch. Da fühlt sich das panierte Stück Huhn irgendwie nur an, wie ein Geil-Macher.


  • today 24.03.2018

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Yasaka Schrein

八坂神社  |  Yasaka-Schrein

Obwohl der Yasaka-Schrein zu den eher kleinen Schreinen gehört, die ich bisher gesehen habe, ist er definitiv auch einer der interessantesten, zumindest von der Architektur her.


Jeder kennt die Löwen, die an Tempeln-, Schreinen- und auch den China-Restaurants (in Deutschland) links und rechts vom Eingang zu sehen sind. Die gibt es hier auch. Der Schrein ist in das Maul eines gigantischen Kopfes eines solchen Löwen gebaut.


  • today 24.03.2018

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Tee-Shop

Als leidenschaftlicher Teetrinker überkommt mich hier immer Aufregung, wenn ich hier einen Tee-Shop sehe.


Selbstverständlich habe ich mich natürlich über die verschiedenen Tee-Sorten und Tee-Qualitäten in Japan informiert. Doch, wie ich gestern erneut festgestellt habe, bringt einem das nicht besonders viel. Wenn ich die Namen höre, weiß ich zwar worum es geht, aber im Tee-Shop ist man trotzdem aufgeschmissen. Die ganzen Tee-Sorten waren in Kanji beschriftet. Zum einen also wegen der Sprachbarriere und zum Anderen wegen der Vielfalt geht man erst mal das Regal mehrfach auf und ab. Man hat keine wirklich Vorstellung, was sich in den Päckchen verbirgt.


In dem Laden waren noch zwei — wie sich dann rausstellte — Australierinnen, etwa in meinem Alter, zu Gange. Nachdem ich sie einen Moment beobachtet hatte, habe ich sie angequatscht und nach ihrer persönlichen Wahl, die da üppig auf dem Tresen zusammengesammelt war, gefragt. Es entstand ein nettes Gespräch, dann ging es aber erst los. Ganz nach dem Motto »Try before you buy.« haben wir verschiedene Teesorten probiert und schließlich eine Auswahl getroffen.


深蒸し茶 (Fukamushicha) star star star star star
上煎茶 (Jyo-Sencha) star star star star star_half

So im Gespräch habe ich auch von meinem Studium hier in Japan erzählt. Als das Stichwort »Manga« fiel, schaute der Besitzer auf und beteiligte sich wieder an dem Gespräch. Prompt wollte er wissen, wo ich studiere. Mit »Otsu« konnte er aber nichts anfangen und überlegte sichtlich. Als ich dann »Shiga Prefecture« ergänzte, entgegnete er »Ootsu« (mit lange »o« und stummem »u«). — Ist ein interessanter Zufall. Eigentlich weiß, dass das »Otsu« so ausgesprochen ist, trotzdem tue ich es nicht. Irgendwie vermittelt mir das lange »o« und das verschluckte »u« das Gefühl noch schlechter verstanden zu werden.


  • today 24.03.2018

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Kuromon Ichiba Market

黒門市場  |  Kuromon Ichiba Market

Bei meiner Wanderung durch Osaka bin ich auch über den »Kuromon Ichiba Market« gekommen. Hier wird größtenteils Fisch und anderes Meeresgetier verkauft. Das ist echt interessant anzusehen. Das ist alles dabei. Große Muscheln, kleine Krebse, Seeigel, Shrimps und die japanische Riesenkrabbe. Letztere sind schon spektakulär anzusehen. Arme dieser Riesenkrabbe kann man auf dem Markt für etwa ¥1.500 (~ 11€) als Snack erwerben.


Doch die japanischen Riesenkrabben waren auf dem Markt noch nicht das spektakulärste. Hier konnte man sich für rund ¥12.000 (~ 92€) auch den berüchtigten Kugelfisch zubereiten lassen. Man sieht die Fische und auch ein paar, die den Verzehr wagen und man fragt sich unwillkürlich: »Wie viele haben wohl hier in der Gasse oder vor eben diesem Stand ihr Leben gelassen?« Außerdem fällt auch das Schild auf, das den Verzehr vor dem Stand verbietet.


  • today 24.03.2018

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三十三間堂  |  Sanjusangen-do Tempel

Heute waren wir im »Sanjusangen-do«-Tempel. Die Anlage an sich ist schon schön anzusehen. Ein kleiner Garten, ein kleiner Teich und Bäume, die gerade in voller Blüte stehen.


Am interessantesten ist jedoch die lange Halle. Die Halle birgt 1001 Bodhissattva-Darstellungen, die über die Jahre mehrfach neu gebaut werden mussten. Gerahmt von 1000 Bodhissattva-Darstellungen steht im Zentrum der Halle »Kannon« (Avalokiteshvara, »Bodhissatva des unendlichen Mitgefühls«). Außerdem steht vor den Bodhissattva-Darstellungen eine Reihe von Göttern und Mythenfiguren, wie der Gott des Windes oder der Donnergott. Die Vielzahl der Statuen ist ein majestätischer Anblick.


Leider sind viele der Figuren, durch die Zeit schon sehr geschwärzt, sodass Details verloren gehen. Wäre diese Schwärzung nicht, wäre der Tempel wahrscheinlich überwältigend. (Aber auch so ist der Besuch des Tempels zu empfehlen!)


  • today 25.03.2018

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Kiyomizu-dera Tempel

清水寺  |  Kiyomizu-dera Tempel

Auch die große Anlage dieses Tempels ist sehr beeindruckend. Im Kontrast zu viele äußerlich eher minimalistischen Tempel- und Anlagen, die wir bisher gesehen haben, gehört die Anlage zu den buntesten. Hier wurde weder an Zierde noch an Farbe gespart.


Vom Tempel weg sind wir in Richtung von »Ninenzaka« losgezogen, was uns durch die an die Anlage angeschlossene Shopping-Meile führte. Da haben wir uns dann in Teeläden, Keramikläden und kleinen außergewöhnlichen Lädchen verfangen.


  • today 25.03.2018

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Mittagessen

Ausnahmsweise war das Mittagessen richtig übel. Es gab Dumblings und die waren außergewöhnlich günstig. Das hätte uns eigentlich schon eine Warnung sein müssen. War nicht wirklich lecker. Man beißt auf der einen Seite rein und auf der anderen Seite läuft das Fett raus.


  • today 25.03.2018

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Weil Montags Ruhetag ist, haben wir uns auch einen Ruhetag gegönnt. Wir waren aber nicht ganz untätig. Wir haben die Shops in unserer Heimatstadt ausgekundschaftet. 100¥-Shops, Second-Hand-Shops und den Mega-Store, der im Internet als Schnäppchenmarkt angepriesen wurde.


»Mega Store« — Es steckt eigentlich schon im Namen. Nicht weil es mega coole Sachen oder mega die Schnäppchen sind, sondern vielmehr ist die Vielzahl der Produkte »mega«. Wenn man europäische Supermärkte (oder auch Großmärkte, wie Metro oder Selgros) gewöhnt ist, dann ist die erste Erfahrung in dem »Mega Store« eher unangenehm. Man betritt den Laden und schlichtweg überwältigt, absolute Reizüberflutung. Verwirrt irrt man durch die engen Gassen. Überall hängen Schilder von der Decke, dicht an dicht stehen Regale. Die Gänge zwischen den Regalen sind teilweise kaum einen Meter breit. Überall Geräusche; Musik und Werbung überlagern sich. Von »Schnäppchenmarkt« kann auch nicht die Rede sein, auch wenn das qualitativ vielleicht zutrifft. So schnell werde ich mich wohl nicht mehr dahin verirren.


  • today 26.03.2018

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Goldenes Pavillon

金閣寺  |  Kinkaku-ji (Goldenes Pavillon)

Heute waren wir im Kinkaku-ji, am goldenen Pavillon. Das Pavillon selber ist sagenhafter Anblick. Wenn das gleißend helle Sonnenlicht auf die vergoldete Oberfläche trifft, blendet es fast. Mitten in einer sorgfältig gestalteten Garten-Anlage steht das goldene Gebäude und kann von allen Seiten betrachtet werden.


Leider, wie könnte es auch anders sein, ist es auch hier die reinste Touristenschlacht. Vielleicht bewegen sich gerade deshalb viele in dieser Anlage ohne jede Rücksicht.


  • today 28.03.2017

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Kyoto Kirschblüte

»What the Fuck«-Moment des Tages

Auf dem Weg zum 慈照寺 (Ginkaku-ji Tempel, Silbernes Pavillon) kamen wir zum Fotografieren auf einer kleinen Brücke zum Stehen. Links und rechts des Kanals, den die Brücke überspannte, waren Kirschbäume zu sehen. Mit der Kamera hantierend standen wir da, dann latscht uns eine Gruppe Spanier (der Sprache nach zur urteilen) mitten dort hin, wo in den nächsten Minuten Fotos entstanden wären. Ohne jede Rücksicht, ohne uns auch nur Beachtung zu schenken. Gerade so als gäbe es nur sie als Gruppe. Interessanterweise war das noch nicht der »What the Fuck«-Moment des Tages.


Aus dieser Gruppe, die ihrer Rücksichtslosigkeit wegen sofort unangenehm auffiel, stach ein junges Mädchen, von vielleicht 14 Jahren, hervor. Ein Mädchen in den Kleidern einer Frau. Im bauchnabelfreien Shirt steht sie also am Rand der Brücke und hebt beide Hände — »Peace«, streckt die Zunge möchtegern sexy raus und schwingt wie blöd Möchtegern-Hüften — alles vor dem idyllischen Hintergrund der Kirschblüten. (Wahrscheinlich auch noch für einen Instagram-Boomerang. — Das ist allerdings nur Vermutung.) Ein kurzer Blicktausch mit meiner Mitreisenden genügt. »What the Fuck« steht uns wohl beiden ins Gesicht geschrieben.


  • today 28.03.2017

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慈照寺  |  Ginkaku-ji (Silbernes Pavillon)

Da der silberne Pavillon im Geschwister-Tempel des »Kinkaku-ji« niemals wirklich versilbert worden ist, war dieser Besuch nur wenig spektakulär. Schön waren allerdings der Steingarten und die Grünanlage, die das Pavillon umgeben.


  • today 28.03.2017

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Frühstück

Jeder Tag beginnt mit einem gesunden Frühstück. So gesund hab' ich schon lange nicht mehr gefrühstückt, denn heute gab es einen »Sakura Cream Puff« und ein »Beer Onigiri« (in Bier gebraten). — Man gönnt sich ja sonst nichts ...


  • today 28.03.2018

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Philosophenweg

Heute, mit den Kirschbäumen in voller Pracht sind wir den bekannten Philosophenweg in Kyoto gegangen. Entlang eines schmalen Kanals, gesäumt von unzähligen Kirschbäumen in voller, weißer Blüte geht mal einen schmalen Weg und besucht die Tempel, die in der Nähe des Kanals.


Am meisten hatte wohl der 永観堂 (Eikando Zenri-ji) zu bieten. Mit einer weitläufigen und schön gestalteten Anlage, in der auch einzelne Tempelbauten besucht werden können, ist das einer schönsten und sehenswertesten Tempel des Philosophenwegs.


Leider war der Philosophenweg etwas kürzer als erwartet. Schlimmer ist aber, dass sich die Touristen — »Touristen sind immer die Anderen.« — dort tottrampeln und statt die Idylle der Kirschblüten zu genießen, vollkommen in ihre Selfies versunken sind.


  • today 28.03.2018

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Book Off Shop

Heute waren wir das erste Mal in einem »Book Off Shop« ein »Second Hand Book Shop« für Mangas. Die Bücher sind in 1A-Zustand und sehr günstig.


In Vorbereitung (Stil, Japanische Bildsprache, Sprache) für meine Manga-Kurse an meiner Gast-Hochschule, habe ich mir auch einen Manga mitgenommen »One Punch-Man I«. Jetzt muss ich nur noch die Kanji entziffern.


  • today 28.03.2018

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Einkaufen.

Heute war eher ein ruhiger Tag. Ich war mal wieder Lebensmittel einkaufen. Ist immer wieder interessant, was einem schon bei alltäglichen Einkäufen so alles begegnet.


Ich kam in den Laden und bin durch die Gemüseecke geschlendert und sehe etwas Rotes in Plastikschachteln gestapelt auf einem Korb denken. »Boah geil, Johannisbeeren« und im Hinterkopf schon »Träubleskuchen« und laufe drauf zu. Weit gefehlt. Nichts da »Johannisbeeren« — »Tomaten«. In den kleinen Plastikschachteln lagen ganze Stängel mit Tomaten. Jede Tomate so groß, wie eine Johannisbeere. Eigentlich die optimale Größe für einen bunten Salat.


Außerdem bin ich hier auf »Rote Bananen« gestoßen. Da freue ich mich auch schon drauf. Die sind sehr lecker. Die roten Bananen sind etwas süßer als die gelben Bananen und auch noch etwas süßer als die Baby-Bananen. Allerdings haben die roten Bananen, recht große Samen.


  • today 29.03.2018

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Post

Heute habe ich den Postboten verpasst. (Einerseits wusste ich nicht, dass ich Post bekommen würde und andererseits hatte ich ihn wohl nicht gehört.) In meinem Briefkasten lag dann eine »Undeliverable Item Notice«, wie die DHL-Zettel sozusagen, wenn man davon absieht, dass das Einzige was man lesen kann, die Sendeverfolgungsnummer und die Telefonnummer der Post-Filiale ist.


Einen neuen Liefertermin zu beantragen über die Website der Post war allerdings nicht allzu schwer. (Man kann sich die Website ja von Google übersetzen lassen.) Die Schwierigkeit war allerdings das Online-Formular selber. Nicht aber der Sprache wegen, sondern vielmehr wegen dem Aufbau und der Validierung des Formulars. Der Aufbau wirkt fremd und man findet sich nicht so schnell zurecht. Man ist den Aufbau einfach nicht gewöhnt. Hinzu kommt das hier, aufgrund der japanischen Sprache, zwischen ganzen und halben Zeichen unterschieden wird, was wiederum Folgen für die verfügbaren Zeichen pro Eingabefeld hat. Das ist für einen Außenstehenden nicht nachvollziehbar, da man selbst als Designer nicht so genau weiß, welche unserer lateinischen Buchstaben in welche der beiden Kategorien fallen. Man ist gezwungen auszuprobieren. Das Ende vom Lied: »Leerzeichen« sind nicht erlaubt. — Das ist rückblickend ziemlich logisch. Mich würde interessieren, wie hier die Validierungs-Algorithmen (Java Script, jQuery, etc.) der Formulare arbeiten ...


  • today 29.03.2018

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Heute waren wir wieder in Kyoto unterwegs. Allerdings an den Touristen-Hotspots. Das ist immer in gewisser Weise nervenaufreibend. Immer steht einer dumm im Weg rum. Die Schrittgeschwindigkeit wird gebremst, rücksichtslos wird man angerempelt und laut labernd wird durch den Tempel gegangen. Überall wird blöd rumgelabert und albern rum-geselfiet.


Hinzu kam, dass die Sehenswürdigkeiten selbst nicht wirklich sehenswert waren. Der angepriesene Tenryu-ji Tempel hat nicht viel zu bieten. Die Gartenanlage ist ganz nett, aber halt nur »ganz nett«. Im Vergleich zu dem, was wir bisher gesehen haben, ist der Tempel eher am unteren Ende einzuordnen. Leider war auch der Bambuswald, auf den ich mich wirklich gefreut hatte, enttäuschend. (Ich weiß aber auch nicht, was man von einem Bambuswald erwarten kann.) Aber von Ruhe, Harmonie oder gar Idylle kann hier überhaupt nicht die Rede sein. Den Teil des Bambuswaldes, in dem das berühmte Foto entstanden ist, kann man nicht besuchen, weil dieser Teil Privatgrundstück ist. Schön war allerdings die kleine von blühenden Kirschbäumen gesäumte Halbinsel mit kleiner Promenade.

Arashiyama Affenpark Iwatayama

Ganz interessant war allerdings der 嵐山モンキーパーク (Arashiyama Affenpark Iwatayama). Nach einem 20-minütigen Aufstieg auf den Arashiyama »Storm Mountain« hatte man nicht nur einen schönen Überblick über diesen Stadtteil Kyotos, sondern bekam auch einige hier heimische Affen zu Gesicht.


  • today 30.03.2018

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Auch heute hat uns die Kirschblüte auf dem Weg zu den verschiedenen »Cherry Blossom Spots« durch weite Teile Kyotos geführt. Nicht nur sind wir an einer Kirschbaumallee entlang das Ufer des »Kamo River« hinauf gelaufen, sondern haben auch den 東寺 (To-ji Tempel) und den »Kyoto Botanical Garden« besucht.


  • today 31.03.2018

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Kiyamachi Dori

木屋町通  |  Kiyamachi Dori

In 木屋町通 (Kiyamachi Dori) liegt ein Kanal, der von weiß-rosa blühenden Kirschbäumen gesäumt ist und viele Japaner anzieht. In diesem Kanal wird zu dieser Zeit das Wasser leicht gestaut, sodass die weiß-rosa Blütenblätter, die sich aus den Bäumen lösen, ins Wasser fallen und dort eine deckende Schicht Blütenblätter auf der Wasseroberfläche hinterlassen. An anderen Stellen, weiter unten im Kanal, wo Steine im Wasser liegen oder wo die Algen besonders lang gewachsen sind, bilden sich kleine Inseln aus Blütenblättern, die auf dem Wasser schwimmen. Der Anblick der Kirschbäume in voller Blüte gepaart mit den schwimmenden Blütenblättern ist wunderschön und lädt zu verharren ein.


Heute hatten wir besonderes Glück. Denn hier in 木屋町通 (Kiyamachi Dori) waren wir zur richtigen Zeit am richtigen Ort und konnten zum ersten Mal einem 祭り (Fest) beiwohnen.


  • today 31.03.2018

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Kiyamachi Dori

Abschließend waren wir heute noch im »Kyoto Botanical Garden«, der zu dieser Jahreszeit vor allem für die blühenden Kirschbäume bekannt ist. Neben den Kirschbäumen hat der Park noch ein großes und sehenswertes Gewächshaus zu bieten. Außerdem sind die Blumenbeete mit den Tulpen schön anzusehen. Ansonsten ist der Park zu dieser Jahreszeit allerdings nicht wirklich gepflegt.


  • today 31.03.2018

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Kyoto Imperial Palace

Heute waren wir im »Kyoto Imperial Palace«. Da wir gestern zufällig auf einen richtig guten Bäcker gestoßen sind, hatten wir uns heute dort unser Mittagessen geholt und uns dann im Park zum Essen niedergelassen.


Essend, nichts ahnend saß ich da. Auf einmal war es dunkel um mich herum und ich hatte einen Haufen weicher Federn im Gesicht, die mir die Sicht verdeckten. Dann war es wieder hell. Dann konnte ich den Falken, der mich offensichtlich angegriffen hatte, nur noch wegfliegen sehen. Der Falke hatte es wohl auf meinen Cranberry-Bagel abgesehen und sich auf gestürzt. Weder habe ich ihn kommen sehen noch gehört. Gerade so als hätte einer den Falken direkt an neben meinen Kopf teleportiert. Nach wenigen Sekunden, viel schneller als ich hätte überhaupt reagieren können, war das Ganze vorbei. Allerdings hat der Falke Pech gehabt und meinen Bagel verfehlt ...


  • today 01.04.2018

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Abermals auf »Cherry Blossom Spot«-Jagd waren wir wieder viel unterwegs. Allerdings waren die Orte, an denen wir heute vorbei gekommen sind, gar nicht so spektakulär, wie im Internet angekündigt und empfohlen und etwas enttäuschend.


  • today 01.04.2018

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花見 am Biwasee-Kanal

Heute sind wir in Otsu geblieben und haben in Ruhe einen der »Cherry Blossom Spots« in Otsu angesehen. Einen der Orte, die wir auf dem zum Supermarkt immer wieder mal gesehen hatten. Entlang des Biwasee-Kanals standen riesige Kirschbäume in voller Blüte; ein wahres Blütenmeer. Hier in Otsu, in der Nähe unserer Haustür sind wir also auf einen »Cherry Blossom Spot« gestoßen, der wesentlich schöner war, als das was all die Reiseblogs im Internet empfahlen.


  • today 02.04.2018

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奈良市  |  Nara

Nach fast 2 Stunden Fahrt waren wir heute das erste Mal in Nara und haben dort die wohl bekanntesten Tempelanlagen und Parks besucht. Unter anderem war im: Kohfuku-ji Tempel, Todai-ji Tempel, Kasuga-Taisha Schrein und im Nara Park.


  • today 03.04.2018

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Kyoto Imperial Palace

東大寺  |  Todai-ji (Daibutsuden)

Der 大仏 (große Buddha) im Todai-ji Tempel ist eindrucksvoll und definitiv sehenswert. Gepaart mit den üblichen Darstellungen von Gottheiten (links und rechts) und dem monumentalen goldenen Lotusblatt, das mit kleinen sitzenden Buddhastatuen verziert ist, und hinter der großen Statue aufragt. Hier bekommt man wahre Kunstfertigkeit zu sehen. Dazu kommen dann auch noch die steinernen, gravierten Lotusblätter, die einzeln aufgestellt betrachtet werden können.


Auch das, leider recht kleine, Todai-ji Museum stellt einige schöne Statuen und Artefakte aus derselben Periode aus und ist einen Besuch wert.


Wie auch im Kohfuku-ji Tempel sind hier viel Rehe und Hirsche zu sehen, die sich frei auf dem Gelände bewegen. Das ist vor allem dann symbolisch interessant, dass der (historische) Buddha seine erste Lehrung vor Tieren gehalten hat, die sich auf der Waldlichtung um ihn herum versammelt hatten. Die ersten dieser Tiere waren Rehe und Hirsche.


  • today 03.04.2018

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Kasuga-Taisha-Schrein

春日大社  |  Kasuga-Taisha Schrein

Auch der großzügig angelegte Kasuga-Taisha Schrein ist sehenswert und wenn man etwas Eintritt bezahlt dann sieht man auch wesentlich mehr. Die Laternen des Schreins sind bekannt und stammen aus aller Welt.


In einer kurzen Route wird man durch den Schrein und durch die langen von Laternen gesäumten Gänge geführt. Am Ende dieser Route liegt ein abgedunkelter Raum, in dem auch viele der Laterne hängen, mit dem Unterschied, dass diese mit flackerndem Licht erleuchtet sind. Eigentlich ein Anblick, der zum Nachdenken anregt. Doch gerade das ist dort nicht möglich. Nein es gibt hier wieder Touristen, die wie blöd mit Handy fotografieren. Es wird mit Standlicht gefilmt, mit Blitz fotografiert, und zwar eben jene Laternen, die auch draußen im Sonnenlicht hängen. — Ich denke, das war dann der »What the Fuck«-Moment des Tages.


  • today 03.04.2018

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Heute haben wir uns hauptsächlich mit der Planung unserer Reisewoche während der »Golden Week« befasst. Ich denke wir können gespannt sein. Denn in der »Golden Week« zieht es uns nach Fukuoka, Miyajima und Hiroshima.


  • today 04.04.2018

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Osaka

Heute waren wir mal wieder in Osaka. Ich weiß nicht so genau, was es an dieser Stadt ist, was mir so gefällt. Osaka ist irgendwie, wie ein japanisches Manhattan (NYC). Mir gefällt Osaka einfach.


  • today 05.04.2018

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Osaka Castle

In Osaka ist »Osaka Castle« definitiv einen Besuch wert. Nicht nur ist die Burg mit den verzweigten Dächern und mit den mit goldenem Metall beschlagenen Balken ein majestätischer Anblick, sondern auch die Aussicht oben lohnt den Aufstieg in den 8. Stock. In Osaka Castle ist ein Museum, das die Geschichte der Burg und des Erbauers erzählt. Die meisten Exponate sind tatsächlich auch auf Englisch, allerdings bei weitem zu viel Information als dass man das Lesen wollte, oder sich merken könnte. Die unteren Stockwerke sind jedoch vor allem durch Ukiyo-e und Holzschnitte geprägt, an denen man sich kaum sattsehen kann.


  • today 05.04.2018

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Osaka Botanical House

Das »Botanical House« in Osaka wird wohl nicht so bekannt sein. Denn hier haben sich abgesehen von meiner Mitreisenden und mir keine Touristen rumgetrieben. Also gar keine ... Touristen sind ja immer die andern. *zwinker*. Aber auch das »Botanical House« lohnt den Besuch. Die Fassade des Hauses ist mit großen roten Platten besetzt von denen jede so gebaut ist, das sie wie ein Blumentopf eine Pflanze beherbergen kann. Ein schöner Anblick, wie Kakteen und kleine Palmen an der Fassade wachsen.


Außerdem durfte ich hier auch das erste Mal einen Valet-Service mit Fahrzeug-Karussell beobachten. Sieht schon witzig aus. Irgendwie wie Autos in einem Miniatur-Riesenrad.


  • today 05.04.2018

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Mandarake — Manga Store

Wir haben heute auch »Mandarake« einen bekannten und sehr großen Manga Store in Osaka. Das war echt spannend, vor allem, da ich mich mit Manga gar nicht auskenne. Man steht da drin und weiß erst Mal nicht, wohin man zuerst schauen soll. Das Genre »Manga« ist so vielfältig, dass es für einen außenstehenden schwierig ist, sich zurechtzufinden. Klar manche Serien kennt man vom Hören-Sagen oder begeisterten (deutschen) Kommilitonen; »Naruto«, »One Peace« und ähnliche. Ich habe mich allerdings woanders rumgetrieben. Ich habe mich da umgeschaut, wo einzelne Bücher stehen, die in ihrer Gestaltung sehr individuell sind und aus der Masse herausstechen und ich bin fündig geworden. Meine Wahl fiel auf »Hunky & Punky — Fucking‘ 大暴れ« (~ Randale, Rage). Nicht nur sind die Figuren in dem Manga sehr außergewöhnlich, sondern das Manga ist auch noch in senfgelb-lila gedruckt.


Die oberen Stockwerke des Manga Stores waren allerdings mehr verstörend als alles andere. In einem Stockwerk kam man in die Gay-Abteilung, die Geschichten von homosexuellen Paaren enthält, aber für Leser des jeweils anderen Geschlechts gedacht ist, hier nennt man das やおい (Yaoi, männl. Protagonisten) und ゆり (Yuri, weibl. Protagonisten). Das Verstörende daran sind nicht die liebenden Paare, sondern die sehr expliziten Sexszenen, die teilweise sogar auf das Cover gedruckt sind. Unter »Explizit«, kann man hier durchaus auch »Hentai-Explizit« verstehen. Im obersten Stockwerk wurden dann Fanartirkel zu kindlich wirkenden Boygroups, die schon fast nach Girlgroups ausseehen, ausgestellt.


  • today 05.04.2018

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Das Treffen mit den Peer-Supporters

Für unsere Zeit in Japan gibt es eine Gruppe von japanischen Studenten, die uns als Ansprechpartner für Probleme im Studienalltag dienen sollen, die haben wir heute das erste Mal getroffen. Kurz vorher war man schon etwas aufgeregt, man lernt ja viele neue Menschen kennen. Aber die Aufregung hat sich schnell gelegt, denn es bestand tatsächlich Interesse sich gegenseitig kennenzulernen. Man hat sich aber schnell wohlgefühlt und ist ins Gespräch gekommen. Dieses Kennenlernen war anders und deutlich angenehmer, als es solche Dinge üblicherweise in Deutschland sind.


Dieses erste Kennenlernen lief in etwa wie Speeddating ab. Jeder Europäer sitzt an einem Tisch mit jeweils fünf Japanern und in 15 Minuten stellt man sich gegenseitig vor und tauscht Kontaktdaten aus. Erstaunlicherweise benutzen nur wenige Japaner meines Alters tatsächlich »Facebook«. »What‘s App« ist hier tatsächlich auch nicht üblich.


  • today 06.04.2018

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One Punch Man I

Heute war ein verregneter und kalter Tag, also habe ich mich mit der Übersetzung von dem ersten Kapitel aus »One Punch Man I« beschäftigt. Sicher lernt man einem Manga keine Formsprache. Aber einen Roman (ohne Umschreibung der Kanji) zu übersetzen ist wahrscheinlich auch etwas zu viel verlangt. Allerdings kommen doch alltägliche Worte vor und die Bilder unterstützen das Verständnis. Man merkt also schnell, wenn die Übersetzung in die falsche Richtung geht. Das ist nützlich, da es für viele Kanji ja auch verschiedene Aussprache- und Übersetzungsmöglichkeiten gibt.


Einerseits macht das Übersetzen Spaß und mit der Umschreibung (Kanji und klein daneben die Aussprache in Hiragana) beißt man sich daran auch nicht die Zähne aus. Anfangs übersetzt man sogar die Soundwords, die meistens in Katakana geschrieben werden, weil auch diese anders sind, als die Soundwords die man kennt. Mit der Zeit wird man schneller und erkennt bestimmte Kanji und bekommt ein Gefühl für die Methodik. Denn nicht immer steht ein Kaji für ein Wort, manchmal ist es eine Kombination aus Kanji und Hiragana, eine Kombination mehrerer Kanji oder seltener auch eine mehrerer Kanji mit Hiragana. Das ist spannend und man lernt was dabei.


  • today 07.04.2018

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Line

Da viele hier »Line« gegenüber »What‘s App« bevorzugen, habe ich das jetzt mal ausprobiert. Die App kann echt was. Die Skills sind im Prinzip ähnlich, wie bei »What‘s App«; Chatten und Telefonieren auf Internerbasis. Das Coole an »Line« ist allerdings, dass es gleichzeitig auch als »Social Media« dienen kann und so in gewisser Weise »Facebook« überflüssig macht. (Nützte man nur Line und nicht »Facebook« und »What’s App« entkäme man bis zu einem gewissen Punkt, dem doch skandalbehafteten Social-Media-Datenpaket.) Man kann dort auch offiziellen Seiten folgen, oder wie in ICQ, Leute alternativ zur Telefonnummer auch über eine ID hinzufügen. Außerdem kann die App, wie »What‘s App« ja auch, auf allen Geräten genutzt und synchronisiert werden. Ein weiterer großer Pluspunkt ist allerdings, dass die App fast vollständig personalisiert werden kann. Man kann im Profil ein Titelbild einbauen und für die Chats ein Hintergrundbild wählen. Außerdem kann man der App auch ein allgemeines Design, unabhängig von den zuvor genannten Einstellungen, wählen. (Damit verdient die App wahrscheinlich auch genug Geld. Es gibt aber auch kostenlose Designs.) In den Designs macht sich auch Japan bemerkbar, denn hier tauchen die bekannten japanischen Zeichentrickfiguren auf, wie beispielsweise mein Favorit:ぐでたま (Gudetama, das Ei). Zusätzlich lassen sich auch Emoji- und Sticker-Pakete runterladen. Zu alle dem ist die App auch recht intuitiv aufgebaut. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase findet man sich schnell zurecht.


Leider hängt der Erfolg der App an den Nutzern. Wäre »Line« in Deutschland beliebter, wäre das für mich definitiv einer Alternative zu »What‘s App«.


  • today 08.04.2018

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Heute war der letzte Tag vor Studienbeginn. Man ist automatisch etwas aufgeregt, vor allem vor dem Hintergrund, dass alle Vorlesungen auf Japanisch stattfinden. Japanisch, eine Sprache, derer man nur teilweise mächtig ist. Der Sprachbarriere und den neuen und fremden Fachrichtungen mischt sich doch eine gewisse Vorfreude in meiner Aufregung. Es ist schwierig zu beschreiben, was man in einem solchen Kontext empfindet. Man weiß gar nicht genau, was einen erwartet. Man weiß nicht genau, was man zu erwarten hat. Aber dennoch freut man sich darauf, Neues zu lernen und sich weiter zu entwickeln. Man freut sich auf die neuen, einzigartigen und ortsspezifischen Einflüsse.


  • today 09.04.2018

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Weil wir noch etwas zu erledigen hatten, waren wir viel zu früh an der Universität und konnten so noch etwas Zeit im Schreibwarengeschäft der Universität verbringen. Diese gut ausgestattete und günstige Schreibwareninsel auf dem Campus zu haben ist echt Luxus und der feuchte Traum eines jeden Designstudenten!


Digital Illustration Basics

Die erste Vorlesung war definitiv anders als erwartet. Im ersten Teil der Vorlesung stellte sich der Professor mit einem Teil seines Lebenslaufs und einigen seiner Beispielarbeiten vor. Nicht nur waren der Werdegang, sondern auch die gezeigten Arbeiten äußerst beeindruckend. Außerdem bekamen wir auch arbeiten von vorangegangenen Kommilitonen zu Gesicht. Die Arbeiten waren nicht nur beeindruckend, sondern auch in gewissem Maße einschüchternd. Auf dem folgenden eher theoretischen Teil der Vorlesung konnten wir gut folgen. Die Vorlesung handelte von der Geschichte der digitalen Illustration und zeigte auch einige bekannte Entwicklungen der Hardware (1. Mac, etc.) auf. Hauptsächlich war die Vorlesung zwar auf Japanisch, dennoch bemühte sich der Professor auch uns die Inhalte, mit einigen wenigen englischen Worten begreifbar zu machen. Doch durch die Art des Vortrags war bereits auf Japanisch ein Großteil des Inhalts zu verstehen.


  • today 10.04.2018

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Der Tag begann damit, dass ich in dem Büro meines Departments nach dem Raum fragen musste, in dem meine Vorlesung »Manga Basics« stattfinden sollte. Nachdem mich, die dort Angestellte, persönlich zu dem Vorlesungsraum begleitet hatte, stellte sie mich dort auch noch Kommilitonen dieses Kurses vor. In diesem Moment wurde sehr deutlich, wie schüchtern die Japaner mit einem Fremden und ihren Englischkenntnissen umgehen. Nach einem sehr kurzen Gespräch, löste sich dieses Miteinander wieder.


In einem solchen Moment ist eine nicht wirklich klar, wie genau man sich verhalten soll. Man ist in einem gewissen sozialen Konflikt. Soll man ein Gespräch nähren, das für die Kommilitonen sichtbar unangenehm ist? Man möchte die Kommilitonen nicht in die unangenehme Lage versetzen, sich unterhalten zu müssen, wenn ihnen das, der Sprache wegen, sichtlich Unbehagen bereitet. Gleichzeitig schämt man sich auch etwas für die Bruchstücke Japanisch, die man zu beherrschen glaubt. Andererseits will man auch nicht allein da sitzen und hat den Drang Kontakte zu knüpfen, neue Leute kennenzulernen. (Der Drang — eine Veränderung, die diese Auslandserfahrung in irgendeiner Weise mit sich bringt.)


  • today 11.04.2018

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Manga Basics

In dieser zweiten Vorlesung war die Sprachbarriere schon größer. Der Professor stieg, nachdem er sich selbst und anschließend mich — als Austauschstudenten — vorstellte. Obwohl es hier mit Englisch deutlich schwieriger war, bemühte sich der Professor dennoch sich mir verständlich zu machen. Langsam auf Japanisch sprechend, mit dem Google Übersetzer auf dem Smartphone ergänzend, teilte er mir die Inhalte und Ziele des Kurses mit und gab mir Feedback zu den ersten Skizzen.


An einem Punkt, an dem Professor Begriffe zum Thema »Sommer« sammelte, um eine mögliche Ideenfindung zu unterstützen, hatte ich nicht wirklich verstanden, was gefragt war. Ich hatte zwar verstanden, dass es um das Thema »Sommer« ging, aber ich wusste nicht genau welche Begriffe gesucht waren. Ob nun Farben oder einfache Assoziationen zum Thema »Sommer«? An diesem Punkt liegt mir der Professor wieder eine Frage die Antwort bereits in den Mund. »In Germany you drink Beer in Summer.« — durchaus eine Assoziation mit Sommer und nicht das erste Mal, dass bei der Assoziation mit Deutschland das Thema »Bier« aufkommt. »But you also drink Beer the whole year, don‘t you?«


  • today 11.04.2018

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Kyoto

Da ich nur montags, dienstags und mittwochs Vorlesungen habe, bin ich heute noch mal nach Kyoto gefahren. Einfach so, ohne genauen Plan. So bin einfach ein bisschen durch die Einkaufsmeile von Kyoto gebummelt und habe mir die Shops angesehen, in die man reingeht, wenn man in Japan ist. »Hello Kitty«, »Gudetama«, »Disney Shop« und natürlich auch das »Pokémon Center«. Letzteres war, obwohl Kyoto doch ein Touristenmagnet ist, recht klein und in einem großen Kaufhaus versteckt. Das »Pokémon Center« in dem — aus unserer Sicht unspektakulären — Yokohama war da doch deutlich größer.


  • today 12.04.2018

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Theaterkarten

Ich stand nichts ahnend an der Ampel, auf dem Weg zum »Disney Shop«, da wurde ich von zwei älteren Japanerinnen (~ 60+) auf relativ gutem Englisch angesprochen. Es dauerte einen kurzen Moment, bis sie sich mir verständlich gemacht hatten. Offenbar hatten die zwei Frauen drei Karten fürs Theater, und da ihre Freundin abgesagt hatte, war eine der Karten übrig. Die beiden Damen wollten mich also zum Theater einladen. Aber warum gerade ich? In dem Moment fühlte ich mich etwas überrannt und war offen gesagt, da ich ja nicht der einzige Europäer war, der allein durch die Kyoto zog, etwas misstrauisch. Möglichst höflich, mit einem bemüht lieben Lächeln lehnte ich die mir angebotene Theaterkarte ab.


Im Nachhinein ärgerte ich mich über mein Verhalten. Als ich die Enttäuschung auf ihren Gesichtern erkannte, schämte ich mich, ob des Misstrauens das ich an den Tag gelegt hatte. Es ist immer schwierig, eine solche Situation einzuschätzen. Einerseits hat man ja schon als Kind gelernt, nicht mit Fremden mitzugehen. Eine Regel, die einem als Erwachsener irgendwie kindisch vorkommt, aber dennoch nicht unwichtig sein kann. Aber was war das hier? Mein Misstrauen wäre doch umso beschämender, wenn mich die beiden Damen einfach eingeladen hatten, weil ich ihnen aufgefallen bin ... Vielleicht wollten sie mir einfach nur was Gutes tun? Wollen mir vielleicht einen Aspekt ihrer Kultur näher bringen? Was mich aber auch beschäftigte war der Ursprung meines Misstrauens.


  • today 12.04.2018

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Lupicia — Teeshop

Heute war ich im Teeshop meiner Träume. Jeder Tee-Liebhaber fühlt sich hier automatisch wohl. Man durch eine Glastür betritt man einen langen gut ausgeleuchteten Raum. Links direkt an der Tür beginnt ein Tisch mit etwa 40 cm Tiefe. Hintereinander stehen auf dem Tisch immer zwei Dosen, um an dem Tee riechen zu können. (So lässt sich der Geschmack ganz gut einschätzen.) Bei der jeder Dose liegen Zettel, die anzeigen ob und in welcher Form die jeweilige Teesorte vorrätig ist. Außerdem geben die Zettel auch Informationen zu der jeweiligen Teesorte. Reihe um Reihe ziehen sich die Geruchsproben durch die ganze Länge des Raumes (~15 m). Ingesamt stehen hier also geschätzt 60-80 Teesorten. Von Oolong über japanische Grüntee-Sorten bis hin zu Schwarztee-Sorten aus aller Welt ist alles dabei. (~50 % Grüntee-Sorten, ~35 % Schwarztee-Sorten und ~15% Früchtetees.)


Wenn man in Kyoto einen Teeshop sucht, dann ist das definitiv die richtige Adresse:


Kurz, nachdem ich den Laden betreten hatte, bekam ich von einer Angestellten einen Probierbecher mit gekühltem Tee gereicht. Als ich mich dann durch einen Teil der japanischen Grüntee-Sorten geschnüffelt hatte, hatte ich auch schon drei Teesorten ausgewählt. Allerdings bin ich mit dem Teeshop noch lange nicht fertig. Die Auswahl an Grüntee-Sorten und auch Grüntee-Blends ist überwältigend. Nach den ersten 20 Teesorten wird es zunehmend schwieriger Unterschiede im Geruch festzustellen. Die Nase schein überreizt.


京番茶 (Kyobancha) star star star star star
バイセンマメマメチャ (Houjicha) star star star star star
グレープフルーツ (Grapefruit Green) star star star star star

  • today 12.04.2018

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博多火炎辛麺赤神 京都店  |  Kaenkaramen

Das Restaurant hat ein etwas anderes Ambiente. Über der Eingangstür ist das Gesicht eines roten Löwen zu sehen. Ein Relief, in dem sogar Flammen und den Löwen züngeln. Man merkt sofort: Hier gibt’s was Scharfes zu essen. Wenn man reinkommt, sieht man schwarze Wände auf den Zeichnungen/Malereien von Dämonen und Göttern zu sehen sind, die allesamt in Flammen zu stehen scheinen. Unwillkürlich stellt man seine Restaurant-Enscheidung infrage.


Dieses Restaurant ist etwas ganz besonderes. Für etwa ¥ 850 bekommt man hier 拉麺(Ramen). Diese 拉麺 sind in der Portion großzügig und verglichen mit den 拉麺, die ich bisher gegessen habe, etwas Besonderes. Man kommt rein, bestellt und bezahlt die 拉麺 an einem Automaten und setzt sich. Sobald man sitzt und einem der Köche das Ticket für das Essen überreicht, kommt der Koch mit einer Tabelle. Hier kann man nun, auf einer Skala von 1 bis 4, den Schärfegrad, die Pfeffergehalt und die Menge an Bohnensprossen auswählen.


Nach der Bestellung fällt mir zum ersten Mal die Musik auf. Energetisches Trommeln, das zu den Figuren an der Wand passt. Unwillkürlich stellt man seine Restaurant-Entscheidung das zweite Mal infrage. Das Essen allerdings ist genau richtig, perfekt. Besser habe ich Japan noch keine 拉麺 gegessen. Der Braten, der als Beilage in den 拉麺 diente, hätte allerdings etwas mehr sein können, das ist hier allerdings nicht üblich.



Wer sein Essen gelegentlich auch mal scharf mag, der ist hier definitiv gut aufgehoben.


  • today 12.04.2018

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Der Sprachkurs war heute auch interessant. Wir hatten es heute von Ländernamen. Hier merkt man, wie befremdlich die Japanische Umschreibung, den Silben der Katakana geschuldet, von Ländernamen ist. Man liest den Namen, braucht aber einen Moment bis man den Namen wirklich begreift. So bedeutet ベトナム国 Vietnam.


  • today 13.04.2018

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Manga Museum

Da für heute Regen angekündigt war, haben wir heute das »Manga Museum« in Kyoto besucht. Der erste Eindruck war eher negativ. Obwohl ¥ 800 als Eintrittgebühr verlangt werden, macht ein Großteil des Museums eher den Eindruck einer Bibliothek, was — bei eher durchwachsenen Japanischkenntnissen, doch irgendwie witzlos ist. In den oberen Stockwerken besserte sich dieser Eindruck allerdings. In einem der Ausstellungsräume waren die 漫画 (Manga) nach Erscheinungsjahr sortiert. Mit jedem Buch, das man aufschlug konnte man erkennen, wie sich der Stil gefestigt und das Genre weiterentwickelt hat.


Hier bin auch auf das ブッダ-漫画 gestoßen. Eines der wenigen 漫画, das ich vollständig gelesen hat. Ich wusste nicht, dass dieses 漫画 von einem der großen 漫画家 (Mangakan), die das Genre geprägt haben, stammt — Tezuka Osamu. Außerdem stammt das Manga aus dem Jahre 1971.


  • today 14.04.2018

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Heute war wieder ein eher trüber Tag. Allerdings gab es sowieso einige Hausaufgaben, die zu erledigen waren. Es ist wirklich interessant. Hier gibt es sogar Hausaufgaben, die erledigt werden müssen, wenn man aktiv an der Vorlesung teilnehmen will. In diesem Fall müssen Illustrationen für digitale Collagen angefertigt werden. Ich bin gespannt, wohin mich die Kurse, die ich bisher belege, noch führen werden.


  • today 15.04.2018

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Digital Illustration Advanced

Heute hatte ich die erste Vorlesung meines Kurses »Digital Illustration Advanced«. Da der Professor der Gleiche ist und auch die Basis identisch ist, war der Inhalt der ersten Vorlesung ähnlich zu der ersten Vorlesung aus »Digital Illustration Basics«. Hier wurde jedoch mehr Wissen zum Aufbau der Dateien und zum Umgang mit den unterschiedlichen Auflösungen für Digital und Druck vermittelt. (Dinge, die mir durch mein doch fortgeschrittenes Studium bereits bekannt sind.)


Die Aufgaben in diesem Kurs sind sehr interessant. Im Rahmen des Semesters muss ein Set von Photoshop-Brushes, wie auch eine illustrative Plakatreihe entwickelt werden. Die Plakatreihe kann dabei ein Event (Konzert, Festival, Theater) oder aber ein Videogame thematisieren.


  • today 16.04.2018

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Den Vormittag habe ich heute in einem der Computerräume meines Departments verbracht. Die Ausstattung hier ist wirklich beachtlich. In dem Raum findet man etwa 30 Computer. An jedem zweiten Rechner steht ein Flachbettscanner. Von der Software her kann man sich kaum mehr wünschen. Für jeden Verwendungszweck (3D, Bildbearbeitung, Digital Painting, etc.) ist mehrfach namenhafte Software verfügbar. Ein Luxus, an den man sich hier zu gewöhnen droht ...


  • today 17.04.2018

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Digital Illustration Basics

In der zweiten Vorlesung sind wir heute richtig in die Materie »Digital Painting« (mit Photoshop) eingestiegen. Nicht nur hat die Vorlesung genug für einen sicheren Einstieg in die Thematik vermittelt, sondern hat auch motiviert. Gerade im Bereich »Digital Painting« ist es oft schwierig einen richtigen Einstieg zu finden, da in gewisser Weise jeder im Internet (YouTube, etc.) seinen eigenen Workflow vermittelt. (Sich so mit der Materie zu beschäftigen ist nervenaufreibend.) Diese Vorlesung hat allerdings das Handwerk, wie auch logische und methodische Herangehensweisen vermittelt.


Ich bin absolut zufrieden mit meiner Kurswahl für meine Zeit hier in Japan. Besser hätte es nicht laufen können. Ich lerne etwas anderes, Neues und habe dabei die Möglichkeit mich stilistisch weiterzuentwickeln.


  • today 17.04.2018

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Heute habe ich das お握り(Onigiri) meiner Träume gegessen. Mit Speck und dann auch noch mit Käse überbacken. Ein wahrer Traum und absolut empfehlenswert.


  • today 18.04.2018

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Manga Basics

Heute saß ich das zweite Mal in der Vorlesung »Manga Basics«. Auch diese Vorlesung ist genau das, was ich mir vorgestellt habe. Hier wird man an viele Faktoren eines Manga herangeführt. Nicht nur der designtechnische Aufbau eines Manga spielt hier eine Rolle, sondern auch die Entwicklung der Story selbst. Es wird ein Gedankenmuster vermittelt, mit dem man strukturiert die Gestaltung eines eigenen Manga angeht. Stilistische Vorgaben gibt es hier allerdings keine. Ich kann es kaum erwarten meine eigene Geschichte auszugestalten, auszuentwickeln und umzusetzen.


  • today 18.04.2018

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Heute war ich Fushimi-ku einem der elf Stadtteile von Kyoto unterwegs. Man merkt sofort, wenn man den Stadtkern verlässt. Es sind deutlich weniger ausländische Touristen unterwegs und allgemein ist deutlich weniger los.

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Burg Fushimi

Die »Burg Fushimi« ist eine Art Geheimtipp in Kyoto. Ich bin im Internet nur zufällig auf die Burg gestoßen. Vor Ort wurde auch recht deutlich, warum die Burg nicht ganz so berühmt ist, wie viele der anderen Sehenswürdigkeiten in Kyoto. Die Grünanlage, die die Burg umgibt, scheint nicht wirklich gepflegt, dennoch zieht die Burg immer noch einige Japaner an. (Die Burg selber ist in einwandfreiem Zustand.) Ich muss auch sagen, dass die Burg definitiv sehenswert ist, vor allem dann, wenn sich für die traditionelle, japanische Architektur begeistern kann. Da die Anlage nicht überlaufen ist, hat man hier auch die Möglichkeit ungehindert zu fotografieren, was in Burgen, wie »Osaka Castle« zum Beispiel nicht möglich ist.


  • today 19.04.2018

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Gekkeikan Ōkura Sake Museum

Auch das (Sake) Museum, eine alte 酒-Brauerei, in Kyoto ist definitiv sehenswert. Hier begegnet man auch schon eher einigen ausländischen Touristen. Das Ganze jedoch aus »gut besucht« oder gar »überlaufen« zu beschreiben, wäre übertrieben. Für einen sehr geringen Eintritt (¥300) bekommt man eine kleine Flasche und natürlich Zugang zur Ausstellung. In einer kleinen Tour wird man durch einige kleine Ausstellungsräume geführt und bekommt dort den traditionellen Herstellungsprozess, wie auch ein Teil der Geschichte der Gekkeikan Brauerei erklärt. Außerdem bekommt man, wie es in solchen Museen üblich ist, natürlich auch das Werkzeug und alles Drumherum zu sehen. Im Anschluss an die Tour kann man kostenlos (einen süßen , einen trockenen ) und Pflaumenwein testen.


Wie schmeckt denn ?

geschmacklich als »außergewöhnlich« zu bezeichnen, wäre unpassend. Es ist ein »Reiswein« (~15-20% Alk.). Allerdings ist es irgendwie schwierig den Geschmack von hier klar zu umreißen. Man kann den Reis im erahnen, allerdings ist der Geschmack nicht vordergründig. Vergleicht man geschmacklich mit einem Wein/Likör/Schnaps, wie man in Europa kennt, dann würde ich den Geschmack als »stumpf« und »interessant« beschreiben.


  • today 19.04.2018

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Auf meinem Rückweg ins Zentrum von Kyoto habe ich einen der Angestellten der Bahn gesprochen, der mir dann den Weg erklärt hat. Er hat mir erklärt, wo ich einsteigen und an welcher Haltestelle ich umsteigen müsse. Da ich auf Japanisch gefragt habe, wurde es mir auch auf Japanisch erklärt. (Meistens ist es eher so, dass man zwar auf Japanisch fragt, aber eine Antwort auf Englisch bekommt.) Ich war da sogar vor mir selbst überrascht, denn ich hab sogar alles verstanden, was mir gesagt worden ist. Selbstverständlich nicht Wort für Wort, aber dafür den vollständigen Inhalt. Ich bin gespannt, welche Fortschritte ich hier sprachlich noch machen kann ...


  • today 19.04.2018

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Heute bin ich in der Bahn auf dem Weg ins Zentrum von Kyoto von einem Japaner in meinem Alter (+/- 5 Jahre) angesprochen worden, der mich wohl nur kennenlernen wollte. Hier war die Kommunikation jedoch deutlich schwieriger. Ihm fehlte das Englisch und mir das höfliche Alltagsjapanisch, um sich wirklich unterhalten zu können. Aber man hat sich doch irgendwie verstanden, allerdings mehr durch Ungesagtes, als Gesagtes.


  • today 19.04.2018

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寿司  |  Sushi

Bisher hatten wir immer einen gewissen Aber gegen 寿司, nicht jedoch des rohen Fisches wegen. Wenn man den ganzen Tag unterwegs ist, viel läuft, dann hat man Abends irgendwie keine Lust auf rohen Fisch. Einem scheint das, mit den Mahlzeiten, die man gewöhnt ist, irgendwie ungenügend.


Heute, nach unserem Sprachkurs, waren wir also das erste Mal so richtig 寿司 essen. Im Nachhinein waren wir froh, dass wir es endlich mal gemacht hatten. Obwohl man in Deutschland ja auch hin und wieder an 寿司 kommt, weiß man nicht ganz, was einen hier erwartet. Wir wurden positiv überrascht. Im かつぱ an einem Tisch sitzend, bestellten wir verschiedene Sushi über ein Tablet. Das Sushi wurde dann frisch zubereitet und über einen kleinen Spielzeug-Zug an unseren Tisch geliefert. Was auch immer wir probierten war sagenhaft und machte Lust auf mehr. Sushiroll mit frittierten Shrimps, 寿司 mit leicht angegrilltem Lachs, roher (mittelfettiger) Tunfisch und mehr. Bei dem rohen Tunfisch muss man allerdings dazu sagen, dass die Konsistenz je nach Fettgrad des Fisches recht gewöhnungsbedürftig ist. Es fühlt sich an, als würde man den Fisch direkt auf der Zunge verdauen. Das Fischfilet ist so weich, sodass es direkt auf der Zunge zergeht. Es gab auch ein kleines Missverständnis mit den Soßen und Gewürzen, die auf dem Tisch standen. Aus einer der Dosen kam ein grünes Pulver, dass ich im ersten Moment für Wasabi gehalten hatte. Zum Einen weil ich nach Wasabi gesucht hatte und zum anderen, weil ich vollkommen auf Fisch fixiert war und gar nicht an Tee gedacht habe. (Selbstverständlich weiß ich, dass Wasabi als Paste angereicht wird.) Der Heißwasser-Wasserhahn, passend zum Matcha, am Tisch ist uns auch erst beim Dessert aufgefallen. Das Dessert war auch die Krönung »Matcha-Tiramisu«. Voll Porno ...


  • today 20.04.2018

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姫路城  |  Himeji Castle

Heute war einer unserer längsten Tage bisher. Fast 16 Stunden waren wir heute unterwegs. Wir haben uns heute auf den langen weg nach Himeji (in der Präfektur Hyogo) gemacht und es war die Reise wert.


Unser großes Ziel war 姫路城 die weltbekannte weiße Festung von Himeji. Ein wahrhaft beeindruckendes und weitläufiges Bauwerk. Obwohl die Burg in Osaka deutlich detailreicher war, ist die Burg in Himeji auf ihre ganz eigene Weise beeindruckend. Weit verzweigte Dächer und hohe strahlen weiße Mauern, die man im Sonnenlicht kaum direkt ansehen kann. Außerdem ist das Maskottchen der Burg irgendwie knuffig und in Himeji omnipräsent.


  • today 21.04.2018

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書写山  |  Mount Shosha-zan

Neben der Burg Himeji haben wir noch den Mount Shosha-zan bestiegen. Nach einem steinigen 45-minütigen Aufstieg haben wir die weit verzweigt und von einem dichten Wald durchdrungene Tempelanlage 圓教寺 (Engyo-ji) erreicht. Nicht nur ist ein Teil des Aufstieges (~ die letzten 20 Minuten) von verschiedensten Buddhastatuen gesäumt, auch die verschiedenen Tempel und Schreine auf dem Berggipfel sind die Anstrengung wert und können vereinzelt auch betreten werden.


  • today 21.04.2018

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Kyotographie I

Da der Tag gestern doch recht anstrengend war, haben wir uns heute auf ein paar der Ausstellungen des »Kyotography«-Festivals in Kyoto beschränkt. Hier findet man verschiedene Fotografien aus unterschiedlichsten Bereichen der Fotografie. Künstlerische Fotografie, Dokumentar-Fotografie, alles ist dabei. Schön ist auch, dass hier nicht nur Museen ausstellen, sondern auch kleine Ateliers und auch lokale Künstler zu dem Festival gehören und ausstellen.


Es waren schöne Projekte zu sehen. Projekte, die von vorne bis hinten durchdacht waren. Projekte in denen alles gestimmt hat. Konzept, Umsetzung, Material, Präsentationsform und Begleitmaterial, alles aus einem Guss.


  • today 22.04.2018

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Heute habe ich wieder einen Tag an der Universität zugebracht und ich muss sagen langsam aber sicher gewöhnt man sich an die japanischen Computer. Man kann zwar kaum etwas lesen, die meisten Bedienelemente, Icons und Programme sind doch bekannt genug, sodass man kaum Schwierigkeiten hatte. Die größte Hürde stellt hier jedoch die Leertaste dar. Die Taste ist hier kürzer als auf deutschen oder englischen Computern. Direkt neben der Leertaste ist eine Taste, die das Springen zwischen den verschiedenen Schriftsprachen (Hiragana/Katakana und Romaji) erlaubt. Allerdings kann mit der Taste nur in die japanische Schreibweise gesprungen werden. Die Romaji-Tastatur-Belegung muss mit der Maus gewählt werden. Da die Leertaste so kurz ist, verfehlt man zwangsläufig nach jedem zweiten Wort die Leertaste und muss die Tastatur-Belegung wieder umstellen.


  • today 23.04.2018

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Digital Illustrations Basic

Dieses Fach macht mir besonderen Spaß. Man bekommt hier vielerlei Ansätze und Methodiken geliefert, die sich mit verschiedenen Einstellmöglichkeiten und Verfahrensweisen in Adobe Photoshop beschäftigen. Dinge, die nicht nur den Einstieg in die Themengebiete »Digital Illustration« oder »Digital Painting« erleichtern, sondern auch in der Bildbearbeitung von Nützen sein können. Man lernt hier Adobe Photoshop richtig zu bedienen und verfeinert Kenntnisse, die man sich am Anfang des Studiums selbst angeeignet hat.


  • today 24.04.2018

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さとり  |  Erleuchtungsgefühl

Heute saß ich wieder in »Manga Basics«. Das ist der Kurs, mit dem ich anfangs offen gesagt etwas Schwierigkeiten hatte. Einerseits ist hier die Kommunikation deutlich schwieriger und andererseits ist »Manga« vollkommen neues Terrain. (Manga ist gar nicht so einfach, wie es aussieht.) Man hat zwangsläufig das Gefühl, als hinke man hinterher. Heute hat sich dieses Gefühl jedoch aufgelöst.


In einem persönlichen Gespräch mit dem Professor konnte ich mit meinem Konzept, wie auch meinen bisherigen Skizzen überzeugen. Dabei wurde ich sowohl für die Charaktere, wie auch den Aufbau der Story gelobt. »Fantastic.«


Eine junge, japanische Frau mit dem Namen »Kioki« (Bedeutung: »Teil das Glück mit der Welt«), die – um ihrem Alltag zu entfliehen – durch Japan reist. Zuerst besucht sie die typischen Sehenswürdigkeiten, mit der Zeit jedoch fokussiert sie mehr und mehr auf religiös/buddhistische Bauten. Schließlich landet sie in Kotoku-in (Kamkura) und steht dort von dem großen Buddha. Da verändert sich alles. Kioki starrt hinauf in die Augen des Buddha. Ein ewiger Blickwechsel spielt sich ab. Es ist ein Gefühl, das sie dort, an Ort und Stelle, fesselt. Etwas, was sie nie zuvor erfunden hat. Die Geschichte endet damit, dass Kioki Erleuchtung erlangt.


Es war deutlich, dass es mir gelungen war den Kern der Geschichte zu kommunizieren, denn der Professor nannte mir das Wort »さとり« (Satori). Ein Wort, das im Japanischen eben dieses Gefühl beschreibt, das mein Manga widerspiegeln soll, wie der Professor mir erklärte. (Laut Internet wird さとり mit »Erleuchtung« und ähnlichen Zuständen/Gefühlen übersetzt.)


  • today 25.04.2018

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Kyotographie II

Heute war ich noch mal im Rahmen des Fotografie-Festivals in Kyoto unterwegs. Im Laufe des Tages habe ich mich durch einen Großteil Kyotos gearbeitet. Die Projekte waren alle sehr unterschiedlich und alle taten sich durch unterschiedliche Merkmale hervor. Beispielsweise gibt es Ausstellungen, die sich vor allem durch ihre Konzepte hervortun. Ausstellungen, in denen alles zusammenpasst. Arbeitsweise, Fotos, Präsentationsform, Installation und Ausstellung, alles einem Guss. In anderen Projekten war der Blickwinkel interessant, indem sich der Fotograf selbst darstellt und wieder andere zeigen untergründige Kritik oder sind Dokumentationen von Geschehnissen abseits des wahrnehmbaren Alltags des Alltag-Bürgers. Allerdings gibt es auch Ausstellungen, da fragt man sich: »Ist das Kunst der kann das weg?« Projekte, die weder fotografisch, thematisch noch konzeptionell besonders sind.


»Generation Wealth«
(by Lauren Greenfield)
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»Coastal Motifs«
(by Tadashi Ono)
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»Un moment d‘une femme«
(by Frank Horvat)
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»Reality dreamed«
(by Claude Dityvon)
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»So Far So Goude«
(by Jean-Paul Goude)
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»Play«
(by Masahisa Fukase)
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»On the Road to Porto-Novo«
(by Romuald Hazoumè)
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»Power to the People«
(by Stephen Shames)
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»UP to ME«
(by Izumi Miyazaki)
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»Drowning World«
(by Gideon Mendel)
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»Irreductibles«
(by Alberto Garcia-Alix)
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»The Hatarakimono Project«
(by K-NARF)
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Die Ausstellungen »Power to the People« (Dokumentation der »Black Panther«-Bewegung) und »The Hatarakimono Project« (Dokumentation der Berufe in Japan) sind sehr zu empfehlen. Wer als die Chance hat, diese Ausstellungen außerhalb des Kyotographie-Festivals zu sehen, sollte diese definitiv ergreifen!


Besonders herausragend war das Ausstellungskonzept von »So Far So Goude«. Jean-Paul Goude ist wohl eines der kreativen Masterminds in unserer Zeit in den Bereichen »Mode-Fotografie« und »Advertisment Design«. Ein Großteil der Mode-Fotografien und Werbespots, die man kennt, stammen von Jean-Paul Goude. Nicht nur hat man eine Auswahl von Fotografien, Videos, Skizzen, wie auch Skulpturen zu sehen bekommen. Auch die Perfomance (re-staged: »Hommage aux bijoux CHANEL«) in der Ausstellung war sehenswert. Zwei Damen in weißen Kleidern und auf Rollschuhen sind in der Ausstellung unterwegs. Die Beziehung zwischen den Damen ist nicht klar definierbar. Aber immer eine von beiden läuft/rollert durch den Raum, während die andere in Oper-Manier singt. Sehenswert!


  • today 26.04.2018

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Der Tag heute war eher unspektakulär. Nach dem Sprachkurs habe ich mich eigentlich nur auf die Golden Week vorbereitet. Für eine Woche sind wir im Süden von Japan unterwegs. Es geht nach Fukuoka, Miyajima und Hiroshima.


  • today 27.04.2018

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Der Tag heute war schrecklich unspektakulär und hauptsächlich von kleinen Vorbereitungen für die »Golden Week« geprägt. Da wir einen Nachtbus gebucht hatten, konnten wir noch den ganzen Tag in Otsu nutzen, bis wir dann schließlich 11 Stunden Fahrt vor uns hatten.


  • today 28.04.2018

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Diese Fahrt mit dem Nachtbus von »Willer Express« war deutlich unangenehmer, als unsere Fahrt von Kawasaki nach Kusatsu. Das lag einerseits an der Ausstattung des Busses und andererseits an dem großen Rucksack zwischen den Beinen, der mich praktisch bewegungsunfähig gemacht hat. Folglich war mir besonders wenig Schlaf in der Nacht vergönnt.


  • today 29.04.2018

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Als wir unsere Koffer eingeschlossen und uns bei »Mister Donut« ein Frühstück gegönnt haben, sind wir schließlich zum 南蔵院 (Nanzo-in Tempel) aufgebrochen.


南蔵院  |  Nanzo-in Tempel

Der 南蔵院 liegt etwas außerhalb von Fukuoka ist definitiv sehenswert, auch wenn der Tempel nicht ganz so berühmt ist, wie andere. Die große türkis-grüne Statue des liegenden Buddha ist wirklich beeindruckend. (Der liegende Buddha stellt üblicherweise Buddha dar, der ins Nirvana einzieht.) Nicht nur ist die Statue detailreich und weich gearbeitet, sondern auch die Größe ist beachtlich. Die Statue soll die größte Bronzestatue in der Welt sein. Nicht nur ist die große liegende Darstellung des Buddha einladend, sondern auch darum herum hat der Tempel viel zu bieten.


Der Tempel liegt an einem bewaldeten Berg und hat einige kleine und etwas abgelegene Schreine zu bieten. Außerdem gibt es eine Unmenge an Figuren von Mönchen/Philosophen, die ausgestellt werden und am Hang des Berges sitzen.


  • today 29.04.2018

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Nach unsererm Ausflug zum 南蔵院 haben wir einige Schreine in Fukuoka abgeklappert. Die Schreine waren allesamt nicht besonders spannend. Nichts, was man nicht schon gesehen hatte. So sind wir dann allerdings, wie es ja auch der Plan war, an dem 東長寺 (Tocho-ji Tempel) vorbei gekommen.


東長寺  |  Tocho-ji Tempel

Die Anlage des Tempels ist kaum erwähnenswert. Weder ist die Anlage herausragend schön, noch besonders groß. Im Inneren birgt der Tempel allerdings eine monumentale, hölzerne Buddhastatue. Eine Statue, die wirklich bewundernswert ist. Außerdem birgt der Sockel der Statue eine kleine Galerie, die man durch einen etwas versteckten Eingang betreten kann. Wenn man die Galerie betritt, tritt man in absolute Dunkelheit. Es ist nichts zu erkennen, man muss sich an den Wänden entlangtasten. Dann, immer wieder wird die Dunkelheit durch Flecken von Licht unterbrochen, wo Gemälde an der Wand aufgehängt sind. Plastische, strukturierte Gemälde/Reliefs mit Dämonen und was man als Christ als Höllendarstellungen, bezeichnen würde. Wirklich interessant anzusehen.


  • today 29.04.2018

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Den ganzen Tag sind wir immer wieder an »Canal City« einem großen Kaufhaus vorbei gekommen, sodass es den Eindruck machte das Kaufhaus stünde überall. Jedes Mal haben wir »Canal City« wohl von einer anderen Seite zu sehen bekommen.


Canal City

Den Abend haben wir dann in »Canal City« verbracht. Das hat sich gelohnt. Nicht nur ist das Kaufhaus architektonisch schon sehr interessant, sondern auch die Vielfalt an Shops, Restaurant ist bemerkenswert. Außerdem bekamen wir eine kleine Brunnenshow/ein kleines Wasserspiel mit Projektion zu sehen. Das Thema der Performance war »Godzilla« und das Zusammenspiel aus Projektion, Musik und Wasserspiel hat genau gepasst. Das Schauspiel war beeindruckend.


  • today 29.04.2018

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豚骨ラーメン  |  Hakata Ramen

In »Canal City« waren wir dann auch im »Ramen Stadium« zum Abendessen. Dort haben wir die 拉麺 gegessen für die Fukuoka bekannt ist. Der Geschmack dieser 拉麺-Variante ist anders als der Geschmack der 拉麺, die wir bisher gegessen haben. Allerdings fällt es mir schwer genau zu beschreiben, worin dieser Unterschied liegt. Die Nudeln sind hier auch deutlich dünner, was wahrscheinlich auch vom Gericht abhängig ist.


  • today 29.04.2018

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Fukuoka Tower

Unsere erste Station des Tages war der »Fukuoka Tower«, der einen hervorragenden Überblick über die Fukuoka, wie auch eine schöne Aussicht auf das Meer, bietet. Aber auch von außen ist der »Fukuoka Tower« schön anzusehen. Wenn man sich für »Architekturfotografie« und abgefahrene Perspektiven begeistern kann, ist hier Spaß vorprogrammiert.


  • today 30.04.2018

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Fukuoka Asahi Brewery

Der Tag begann mit einem ersten Ärgernis. Wir hatten aus darauf gefreut die »Asahi Brewery« in Fukuoka zu besuchen. Nachdem wir 30 Minuten zu besagter Brauerei gelaufen sind, sagte man uns dort wir müssten telefonisch reservieren, um die Brauerei besuchen zu können. Außerdem teilte man uns mit, dass die nächste englischsprachige Möglichkeit um 15:00 Uhr sei. Enttäuscht sind wir also wieder abgedampft. (Eine solche Reservierung blockiert ja schließlich den ganzen Tag.)


  • today 01.05.2018

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太宰府天満宮  |  Dazaifu Tenmangu Schrein

Da wir uns ja bereits viele der Sehenswürdigkeiten, die Fukuoka zu bieten hat, angesehen hatten blieben uns nur noch wenige Möglichkeiten für Ausflüge. Alle unserer Optionen waren nur mit längeren Bahnfahrten zu erreichen. Wir entschieden uns für Dazaifu und »Dazaifu Tenmangu Schrein«. Das hat sich auch wirklich gelohnt. Wir haben nicht nur eine größere Anlage zu sehen bekommen, sondern konnten auch ein wohl lokales Süßgebäck probieren. Eine lange Straße, gesäumt von Souvenir- und Keramik-Shops gepaart mit kleinen Cafés führte zu dem Schrein hin.


  • today 01.05.2018

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  • place Dazaifu (Fukuoka)

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Nach dem Besuch des Schreins waren wir in einem kleinen Souvenir-Shop und habe mir eine kleine Dose mit dem Abbild des »Dazaifu Tenmangu Schrein« gekauft. Allerdings habe ich die Dose erst gekauft, nachdem ich mich auf japanisch bei den Verkäuferinnen vergewissert habe, ob es sich um den genannten Schrein handle. Nachdem sich die beiden Damen beraten hatten, bekam ich eine ausführliche Erklärung zu den abgebildeten Orten. Außerdem habe ich mir hier dann auch ein Paar Ramen-Flip-Flop-Socken gegönnt.


  • today 01.05.2018

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  • place Dazaifu (Fukuoka)

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Zum Mittagessen gab es Ramen und dazu zwei Onigiri, die in zwei verschiedenen fischigen Gewürzen gewälzt wurden. Während des Essens ruhte immer wieder der Blick einer älteren Japanerin auf mir, die mir beim Hinausgehen lächelnd und zugleich verhalten zuwinkte.


  • today 01.05.2018

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  • place Dazaifu (Fukuoka)

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  • local_dining Essen & Trinken

Heute Abend waren wir wieder richtig lecker Essen. Doch irgendwie lag da so ein metallenes Ding auf meinem Tablet. Langer Stiel und vorne breit und rund mit einer kleinen Vertiefung ... Und warum liegt das nur auf meinem Tablett? (Ich weiß, dass das nur ein höfliches Entgegenkommen ist, aber in gewisser Weise stört mich das trotzdem.)


  • today 01.05.2018

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  • place Fukuoka (Fukuoka)

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  • local_dining Essen & Trinken

新幹線  |  Shinkansen

Heute sind wir mit dem 新幹線, dem japanischen Bullet-Train, von Fukuoka nach Hiroshima gefahren. Allein das ist bei dem Bekanntheitsgrad des Zuges schon ein Erlebnis. Die Fahrt kann man nicht mit den Fahrten bei den Schnarchzapfen der Deutschen Bahn verglichen werden. Einerseits ist der Zug deutlich sauberer und auch der Freiraum, der jedem Passagier zu Gute kommt, ist großzügiger. Das Ganze obwohl der 新幹線 5 statt 4 Sitzen pro Reihe fasst.


  • today 02.05.2018

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  • place Fukuoka (Fukuoka)

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Der Friedenspark in Hiroshima

Nach unserer Ankunft, an diesem verregneten Tag, haben wir uns auf den Weg zum Friedenspark gemacht. Was man empfindet, wenn man vor der Atombombenkuppel steht, ist nicht in Worte zu fassen. Viele dieser Denkmäler, die in dem Friedenspark zu sehen sind, waren auf ihre ganz eigene Weise beeindruckend.


Wenn man vor Denkmälern, wie dem 原爆ドーム steht, wird man überflutet mit Eindrücken, Gedanken und Gefühlen. Es ist kaum möglich zu beschreiben, was man in einem solchen Moment empfindet. Es liegt irgendwo zwischen Mitgefühl und Fassungslosigkeit ob der unermesslichen Gewalt, die sich an diesen Orten einst entfaltet hat. Gleichzeitig fehlt einem die Vorstellungskraft für die Zerstörung, die hier gewütet hat. Trotz den Bildern aus den Museen, die gewiss einen bleibenden Eindruck hinterlassen, kann man sich das alles schlichtweg nicht vorstellen. Dann sind da natürlich die Geschichten von »Sadako Sasaki« und »Shinichi Tetsuya«, die einen Kloß im Hals hinterlassen, den man nur schwer runterschlucken kann. Ein Eindruck, den das Mahnmal, das den gestorbenen Kindern gedenkt, verstärkt wird. Das Mahnmal ist umgeben von Vitrinen die mit abertausenden Papier-Kranichen gefüllt ist. Kraniche, die an Schnüren aufgereiht oder zu komplexeren Bildern zusammengesteckt sind. Auch an der Glocke des Denkmals hängt ein großer goldener Kranich. Die vom Regen nasse Kette fühlte sich kalt an. Ich hatte eine gewisse Mühe, die Kette zu schwingen um die Glocke zum Klingen zu bringen, denn ich wollte sie nicht zu laut, sondern in einem eher angemessenen Ton erklingen lassen. Trotzdem schien mir der Ton mit dem der Klöppel gegen die Klocke schlug beinahe unerträglich laut. Es schien mir irgendwie, als durchdringe mich der Ton bis in mein Innerstes.


In gewisser Weise hat also der Regen zur Stimmung des Tages gepasst. Allerdings war meine Regenjacke irgendwann so durchnässt, dass ich mit im ¥100-Shop eine Regenjacke – praktisch einen Tragtüte mit Ärmeln und Kapuze – kaufen musste.


Das Ganze hat mich in gewisser Weise an das Buch »Die letzten Kinder von Schewenborn« (Gudrun Pausewang) erinnert, das ich vor langer Zeit mal gelesen habe. Das ist eines der Bücher, das einen bleibenden Eindruck hinterlässt. (Trotzdem ist das Buch sehr zu empfehlen!)


  • today 02.05.2018

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  • place Hiroshima (Hiroshima)

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DIY Frühstück – European Style

Der Tag hat schon mit dem Frühstück richtig gut angefangen. In unserem Hostel, das sehr gastfreundliche »Backpackers Miyajima« haben wir spontan Frühstück bestellt. Für 500¥ bekamen wir die Zutaten gestellt und konnten uns dann in der offenen Küche des Hostels austoben. Also gab es seit gut acht Wochen das erste Mal wieder Müsli und ein heißes Übi-Sandwich. Nach dem Frühstück haben wir dann noch den Ausblick von der Dachterrasse genossen.


  • today 03.05.2018

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  • place Miyajima (Hiroshima)

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Die Schrein-Insel – Miyajima

Mit der Fähre haben wir dann zu Miyajima rübergeschifft. Zuerst gab‘ es etwas Verwirrung, weil uns auf Nachfrage bestätigt wurde, dass wir die aufladbaren Bahnkarten benutzen könnten, wir aber keine Absperrungen zum Einstempeln finden konnten.


Der »Itsukushima Schrein« mit seinem roten 鳥居, das im Meer steht, ist weltbekannt und Teil der 日本三景 — den »Drei schönsten Landschaften Japans«. Eine Bezeichnung, die sich der Schrein definitiv verdient hat. Der Rest des Schreins dagegen ist eher unspektakulär; da haben wir in unserer Zeit hier schon schönere gesehen. Das 鳥居 ruft aber auch wenn man dem Glauben nicht angehört, etwas hervor, dass sich nur schwer in Worte fassen lässt. In gewisser Weise regt dieses majestätische Gebilde, dass hier schon so lange aus den Fluten des Meeres hervorragt, zum Nachdenken an.


Am Strand des Schreins haben wir noch einen Japaner kennengelernt. Bei dem Gespräch stellte sich heraus, das sowohl er, als auch wir in Otsu City wohnten. Einen Zufall, den er kaum fassen konnte. (Mir sind allerdings in Hue, Vietnam schon Mannheimer aus der gleichen Straße begegnet.) Es war ein nettes Gespräch. Als wir uns schließlich mit einem »Have a nice day!« verabschiedeten, meinte er, dass er zwar verstanden habe, aber nicht wisse, wie er reagieren müsse. »You, too.«, meinte ich, was er dann amüsiert wiederholte.


Interessant ist auch es, dass erstaunlich viele Boote und auch vereinzelt größere Schiffe gibt, die zwischen den Pfeilern der 鳥居 hindurch fahren oder dort sogar halten. Gerade bei den größeren Schiffen braucht es ja nur einen kleinen Fehler und das 鳥居 stand die längste Zeit hier in Miyajima.


  • today 03.05.2018

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  • place Miyajima (Hiroshima)

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Als kleinen Snack gab es gegen Nachmittag ein »Süßkartoffel-Eis«, in meinem Fall aus der lilafarbenen Süßkartoffel. Man bekommt hier sowohl Eis mit Stückchen, als auch ein Stück heiße Süßkartoffel. Am Boden des Bechers waren auch Cornflakes. Wie mich die Bedienung darauf hingewiesen hat, isst man das Eis immer mit einem Stückchen Süßkartoffel. »Süßkartoffel-Eis« mag als Eissorten ungewöhnlich erscheinen, aber es ist total lecker. Schmeckt genauso, wie es heißt.


  • today 03.05.2018

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  • place Miyajima (Hiroshima)

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  • local_dining Essen & Trinken

Selbstverständlich haben wir auch von der lokalen Süßigkeit, den »Momiji Manju« gekostet. Das ist allerdings, wie man es vielerorts bekommt ein Gebäck, das mit einer süßen Bohnenpaste gefüllt ist. Der Unterschied zwischen diesen Gebäcken liegt allerdings hauptsächlich im Teig. War lecker, aber nichts Neues.


  • today 03.05.2018

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大聖院  |  Daisho-in Tempel

Die Anlage des »Daisho-in«-Tempel ist weitläufig und gehört zu den schönsten, die wie im Laufe unserer Reise betreten haben. Den Tempel betritt über eine Treppe, die — wie es in Japan üblich ist — durch ein Geländer in zwei Spuren geteilt wird. Dieses Geländer ist durch eine scheinbar endlose Reihe von buddhistischen Gebetstrommeln zu beiden Seiten ergänzt. Am Anfang, am Ende und an jeder Unterbrechung des Geländers ziert ein Relief jeweilige Endstück. Reliefs, die die Geschichte des Buddha erzählen. Die Anlage zeichnet sich durch viele kleine Bauten, Statuen und versteckte Sehenswürdigkeiten aus. Unterhalb eines der Bauten bekommt man sogar eine kleine Galerie Buddha-Darstellungen zu sehen. Eine Galerie, die abgesehen von den Darstellungen in so vollständiger Dunkelheit liegt, sodass man sich mit mehr mit den Händen, als den Augen, orientieren muss. In einer anderen Gruft unterhalb eines anderen Bauwerks liegend, kam man in einen Raum, in dem in etwa 4 Doppelreihen sich Buddhastatuen, Rücken-an-Rücken und Schulter-an-Schulter aufreihten. Die »Sockel« auf denen die Statuen saßen wurden ergänzt durch eine Reihe von Kugeln, die auf einer Stange aufgereiht sind und verschoben werden können. Kugeln, deren Sinn mir nicht ganz klar ist. Der Raum wurde lediglich durch das Schwert warme, orangene Licht von blechernen Lampen erhellt. Dicht an dicht, in einem regelmäßigen Raster angeordnet, hingen die goldenen Lampen von der Decke hinab und erfüllten den Raum mit ihrem angenehmen Licht. Die Stimmung in dem Raum ist kaum zu beschreiben. Außerdem sind in dem Tempel auch Spuren des tibetischen Buddhismus zu finden.


  • today 03.05.2018

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  • place Miyajima (Hiroshima)

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弥山  |  Mount Misen

Mit einem Aufstieg von mehr als 400 Metern und etwa 2.000 Stufen haben wir uns in etwa 70 Minuten auf den 弥山 gekämpft, um dort die Aussicht zu genießen. Die Aussicht war vor allem bei strahlend blauem Himmel jede Stufe wert.


  • today 03.05.2018

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  • place Miyajima (Hiroshima)

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お好み焼き  |  Okonomiyaki

Zum Abendessen gab es die in Hiroshima und der Gegend um Hiroshima bekannten お好み焼き. Das lässt sich am besten als eine Art Omelett mit Ei, Nudeln, Salat, Fleischstreifen, grünen Zwiebeln und in meinem Fall Käse beschreiben. Das ist sehr lecker und auch noch gesund. Das haben wir sicher nicht zum letzten Mal gegessen.


  • today 03.05.2018

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  • place Miyajima (Hiroshima)

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  • local_dining Essen & Trinken

Beim Einzug ins neue Hostel in Hiroshima gab es noch ein kleines, aber amüsantes, Missverständnis. Ich hatte die Anmeldezettel überreicht und meine Mitreisende bekam ein Kompliment für meine Handschrift.


  • today 03.05.2018

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  • place Hiroshima (Hiroshima)

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Der Tag heute war eher träge. Hiroshima ist hauptsächlich für die Geschichte bekannt und darüber hinaus gibt es nur wenig, was es in Hiroshima anzuschauen gibt.


Wir haben uns dann aber unter anderem für den Shukkei-en Garten entschieden. Ein Stück Idylle, das unweit von Hiroshima Zentrum liegt und definitiv den Besuch wert ist. Wenn man durch den Garten wandelt, findet man schnell Ruhe.


  • today 04.05.2018

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  • place Hiroshima (Hiroshima)

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Der Tag begann ganz entspannt. Da Hiroshima ein Ort ist, der eigentlich für seine Geschichte bekannt ist, gab es eigentlich nicht mehr viel zu tun. Also haben wir uns die Dinge angesehen, die noch übrig waren und wurden so dann noch durch einen doch interessanten Tag überrascht. Da wir unser Gepäck nur bis um 16:00 Uhr hätten im Hostel stehen lassen können, sind wir also zuerst zum Bahnhof um unsere Koffer einzuschließen. Fehlanzeige! Alle Schließfächer waren bereits belegt. Also sind wir zum Gepäck-Service, der das Gepäck nur bis 18:00 Uhr aufbewahrt. Blöd, wenn der Bus erst um 23:00 Uhr fährt.


  • today 05.05.2018

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  • place Hiroshima (Hiroshima)

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三瀧寺  |  Mitaki-dera Tempel

Der 三瀧寺 war besonders interessant. Die Tempelanlage überzeugt hauptsächlich durch die Natur, die die einzelnen Gebäude umgab. Es scheint, als verbleibe sich die Natur nach und nach all die Gebäude, Statuen und Material wieder ein. Steine, die mit Moosen und Pilzen bewachsen waren. Steine, die einst ein Relief trugen, werden flacher, verloren an Detail und schienen nach und nach wieder zu normalen Steinen zu werden. Der Tempel bietet eine sagenhafte berauschende Landschaft.


  • today 05.05.2018

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  • place Hiroshima (Hiroshima)

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Peace Pagoda

Mit dem eigentlich eher unspektakulären Ziel »Toshugu Schrein« kamen wir zufällig zu der »Peace Pagoda« von Hiroshima. Die Pagode hat eine kreisförmige Basis und eine silberne Kuppel, die man im Sonnenlicht kaum direkt ansehen kann. An einer Seite der Pagode ist eine Vertiefung eingelassen, wo hinter Glas eine goldene Buddha-Statue zu sehen ist. Auf unserem Rückweg bin ich dann von einem Japaner angesprochen worden, der mich wohl erst für einen Amerikaner hielt. Als er erfuhr, dass ich aus Deutschland stamme, entstand ein entspanntes, höfliches Gespräch. Der Mann erzählte, dass er bei der Japanischen Navy gewesen sei und deshalb auch schon in Kiel und Lübeck gewesen sei. Mitunter schwärmte der Mann auch von deutschem Bier. (Etwas, was ich in Japan doch schon öfter gehört habe.)


  • today 05.05.2018

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  • place Hiroshima (Hiroshima)

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Nach einer langen und durchwachten Nachtfahrt mit dem Bus von Hiroshima nach Kyoto, kamen wir um 06:25 Uhr endlich an. Als wir dann endlich in unserer Wohnung in Otsu ankamen, begann ein Tag, der von den Tätigkeiten geprägt war, die eine Reise nach sich zieht. Von einem erholenden Mittagsschläfchen kann also nicht die Rede sein.


  • today 06.05.2018

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  • place Otsu (Shiga)

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Der erste Tag

Heute war der erste Tag nach unserer doch recht langen und erfolgreichen »Golden Week«. Nach einer Woche in der wir drei große Städte bereist haben, kehren wir wieder in den Universitätsalltag zurück. Eigentlich gab es heute nichts Besonderes und doch war der Tag irgendwie anstrengend. Vielleicht ist die Müdigkeit aber noch ein Überbleibsel von den Anstrengungen und dem Schlafmangel der Reise.


  • today 07.05.2018

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  • place Ogotoonsen (Shiga)

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Der Tag heute war nur wenig aufregend. Nachdem der Morgen eigentlich hauptsächlich vom Warten auf den Postboten geprägt war, habe ich die Vorlesungen besucht. Der Abend dagegen war von intensiven Vorbereitungen für die morgige Vorlesung geprägt. Da ich in der »Golden Week« nur wenig Zeit hatte, durfte ich heute alle sechzehn Seiten meines Manga für »Manga Basics« im Originalformat skizzieren.


  • today 08.05.2018

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  • place Ogotoonsen (Shiga)

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Auch der heutige Morgen war noch von den Vorbereitungen für meinen Kurs »Manga Basics« geprägt. Es ist interessant zu erfahren, wie viel Arbeit in so einem Manga tatsächlich steckt, vor allem in einem Manga, das nur 16 Seiten hat. Je mehr man darüber nachdenkt, desto unattraktiver erscheint einem der Beruf des Mangakan. Einerseits findet ab einem gewissen Punkt nur noch Massenanfertigung statt und andererseits wird der Arbeitsumfang, aufgrund der simpel aussehenden Charaktere doch ständig unterschätzt.


Manga Basics

Das Feedback zu meinem Zwischenstand war durchweg positiv. An manchen Stellen sah der Professor Möglichkeiten noch einen spannenderen Seitenaufbau zu gestalten, indem man unter anderem die Geschichte mit Fakten anreichert. Ich habe zwar eine recht konkrete Vorstellung, wie mein Manga am Ende aussehen soll, allerdings wird diese Vorstellung in jeder Vorlesung zunehmend verfeinert und optimiert.


  • today 09.05.2018

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  • place Ogotoonsen (Shiga)

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宇治市  |  Uji

Heute war ich in 宇治市, einem der Stadtteile von 京都市. Schon bei meiner Ankuft habe ich direkt gemerkt; 宇治市 ist ein gefährliches Pflaster für den Geldbeutel eines Tee-Liebhabers. Jeder zweite Shop hier, scheint ein Tea-Store zu sein. Klar, immerhin ist 宇治市 auch das zweitgrößte Tee-Anbaugebiet Japans. Man bekommt hier alles, was das Herz begehrt. Eine breite Sparte lokaler und sehr hochwertiger Tee-Sorten, aber auch viele Lebensmittel, die Grüntee (genauer: Matcha) enthalten. Die üblichen japanischen Süßigkeiten, Gebäckstücke beim Bäcker, Ramen mit Matcha-Nudeln oder auch Matcha-Dumblings mit Matcha-Salz. Egal, wo man hinschaut, überall sieht man was grünes. Alles, was grün ist, hat mit Tee zu tun.


  • today 10.05.2018

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  • place Uji (Kyoto)

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平等院  |  Byodo-in Tempel

Wer in 宇治市 ist, geht man natürlich auch in den 平等院 einen der bekanntesten Tempel aus 京都市. Der Tempel ist sogar auf die ¥10-Münze geprägt. Die Tempelanlage macht auch wirklich was her. Nicht nur ist das Bauwerk mitten in einer grünen und penibel gepflegten Grünanlage (mit einer kleinen Farm »Walderdbeeren«) gelegen, sondern auch das Bauwerk selber ist wahrlich beeindruckend. (Allerdings ist der Eintritt in das Bauwerk in 20-minütige Touren mit je maximal 50 Personen aufgeteilt. Unter Umständen muss man also etwas warten. Die Uhrzeit der Tour steht aber auf dem zweiten Ticket, das man im Inneren des Tempels löst.) Die Symmetrie des Gebäudes und direkte Lage an einem großen Teich ist perfekt. Für mich zählt der 平等院 zu den schönsten Tempeln, die ich bisher gesehen habe.


  • today 10.05.2018

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  • place Uji (Kyoto)

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Nachdem ich zum (späten) Frühstück nur eine Art Apfeltasche mit Matcha-Schokoladen-Glasur gegessen hatte, hat mich nach dem Besuch des 平等院 der Hunger umgetrieben.


Mittagessen

Zum Mittagessen gab es dann die volle Dosis Matcha. Matcha-Dumblings mit Matcha-Salz und dazu dann Ramen mit Matcha-Nudeln. Der Matchageschmack ist in den Ramen nicht ganz so prominent, wie erwartet. Hier ist das Matcha ja auch nur in den Nudeln. Matcha-Nudeln habe ich aber nicht das erste Mal gegessen. Das erste Mal gab es die Nudeln im Flugzeug auf der Anreise. Da allerdings kalt und mit Wasabi. Da gefallen mir die Ramen aus 宇治市 doch deutlich besser.


  • today 10.05.2018

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  • place Uji (Kyoto)

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Digital Illustration Advanced

Es ist echt interessant, was mit Adobe Photoshop alles möglich ist. Allein schon die Vielzahl an Möglichkeiten mit denen man Pinsel gestalten oder modifizieren kann. Da geht echt jede Menge. Ich wusste zwar, dass da es da viele Möglichkeiten gibt, aber da ich mich aber vorher nicht in der Intensität mit »Digital Illustration« oder »Digital Painting« beschäftigt habe, war ich da bisher nicht wirklich versiert. Vorher hatte ich immer eine gewisse Abneigung gegen Adobe Photoshop. Mir ist Adobe Illustrator zwar immer noch lieber, aber Adobe Photoshop mag ich mittlerweile auch.


  • today 14.05.2018

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  • place Ogotoonsen (Shiga)

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Heute war Arbeitsphase in »Digital Illustration Basic«. Derzeit beschäftigen wir uns mit Collagen. Ein relativ simples Thema, das mir recht schwerfällt. Das Thema dient natürlich der Übung mit den verschiedenen Einstellungsebenen und Masken in Photoshop. Das ist auch nicht das Problem. Vielmehr liegt die Problematik im Inhalt des Themas »Collagen«. Man arbeitet vor sich hin und lässt überraschen von dem was so entsteht. Eine gute Übung, allerdings aber ohne jedes Ziel. Damit muss man sich erst Mal abfinden.


  • today 15.05.2018

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Manga Basics

Nach einer kurzen Zwischenbesprechung mit dem Professor bin ich direkt in einen der Comupterräume verschwunden und habe mit der digitalen Umsetzung meines Manga begonnen.


Später hat mich der Professor dann im Computerraum besucht und hat mir noch einige Fragen zu dem Stil gestellt, indem ich mein Manga umsetzten will. Außerdem hat er mir eine kleine Vielfalt von Comic-Stilen aufgezeigt, wie sie in anderen Ländern der Welt üblich sind. Die Gespräche mit dem Professor sind immer sehr interessant. Nicht nur inhaltlich, sondern auch sprachlich. Da der Professor kaum Englisch spricht und ich nur wenig Japanisch sprechen, gleichen wir uns in gewisser Weise aus. Seltsam, aber trotz dieser Sprachbarriere findet trotzdem ein Gespräch statt, bei dem beide Seiten einander (inhaltlich) verstehen. Hin und wieder versteht der Professor ein Wort Englisch und ich ein Wort Japanisch und das reicht aus, um in dem jeweiligen Kontext zu kommunizieren.


  • today 16.05.2018

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  • place Ogotoonsen (Shiga)

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Worksession I — Manga

So, jetzt geht es richtig los. Mein Manga kommt jetzt in die heiße Phase. Da die Storyline steht, die einzelnen Bildframes schon recht ausgefeilt sind, geht es jetzt in die digitale Produktion. Ich habe mir vorgenommen mein Manga in Adobe Illustrator (Frames) umzusetzen, da ich dort den größten gestalterischen Freiraum für dieses Projekt sehe. Es geht hier also, wie es für ein Manga typisch ist, um die Arbeit mit Linien und Strukturen. Außerhalb meiner Vorlesungen habe ich meine digitale Arbeit fortgesetzt und verfeinert. Aber es gibt noch viel zu tun, bis ich eine erste Version meines Comics in der Vorlesung präsentieren kann.


  • today 17.05.2018

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  • place Ogotoonsen (Shiga)

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納豆  |  Natto

Heute gab es zum Abendessen 納豆, eine Speiße, die eigentlich eher zum Frühstück gegessen wird. 納豆 sind fermentierte Sojabohnen, die mit Senf, Sojasoße verrührt werden. (Eine Mahlzeit, die ich mir auf Empfehlung eines Japaners, den ich in einem Tempel in Osaka kennengelernt habe, ausgesucht hatte.) In meinem Fall, auf Empfehlung eines YouTube-Videos, gab es noch ein rohes Ei und ein paar Zwiebelwürfel dazu. Das Ganze wird schaumig gerührt und dazu gibt es dann Reis. Geschmacklich ist 納豆 eigentlich gut, allerdings ist die Konsistenz etwas gewöhnungsbedürftig – liegt irgendwo zwischen schleimig und schaumig. Man schmeckt die Gärung, dumpf, dunkel und vielleicht auch etwas säuerlich. Was etwas unangenehm ist, dass Mund und Lippen nach dem Essen, sehr klebrig sind.


  • today 22.05.2018

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  • place Otsu (Shiga)

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Manga Basic

Heute war, ganz nach Plan, der »Join Review«. Nachdem ich in der letzten Woche soviel Zeit und Herzblut in meinen kleinen Manga gesteckt hatte, war ich heute doch etwas aufgeregt. Einerseits war ich stolz, auf das was ich in so kurzer Zeit in einem so fremden Thema geleistet hatte und andererseits wusste ich nicht, was ich zu erwarten hatte. Wie war die Erwartungshaltung des Professors? »Joint Review« – Was würden denn die Komilitonen denken?


In der ersten Stufe des »Joint Review« hat jeder eine Art Formular bekommen, das dann an die aktuelle Version des Manga geheftet wurde. In der folgenden Stunde haben sich dann alle, Professor und Studenten alle Mangas angesehen und bewertet. Eine Bewertung, der ich mich nicht angeschlossen habe, einerseits weil das Formular durch die Kanji für kaum verständlich war. Andererseits ist mir das Thema Manga noch immer recht fremd. Durch die Sprachbarriere und das mangelnde Tiefenverständnis der Materie hätte es mir unmöglich gemacht die Arbeit eine Kommilitonen produktiv zu bewerten. (Zumal sich die meisten Fragen, um das Verständnis für die Aspekte der einzelnen Storyline beziehen.)


Es war definitiv interessant die Manga der Kommilitonen zu sehen. Es ist interessant, wie selbstverständlich und stilsicher die meisten an einem Manga arbeiten. Man merkt hier erst richtig, wie tief Manga in der japansichen Kultur verwurzelt ist. Es war teilweise jedoch schwierig die Storyline vollständig zu begreifen. Es ist schon schwer gedruckte Hiragana, Katana und vor allem Kanji in so kurzer Zeit. zu lesen, geschweige denn von den unterschiedlichen Skizzenbuch-Handschriften. (Ich bin schon froh, wenn ich meine eigene Skizzenbuch-Sauklaue, am Tag danach noch lesen kann.)


Abschließend hat der Professor noch jedem Feedback zum jeweiligen Stand gegeben. Mit einer Table-Top-Kamera wurde das Feedback gefilmt, sodass alle zusehen und etwaige Fehler/Methodiken nachvollziehen konnten. Als ich an der Reihe war, bewertete der Professor meine Arbeit äußerst positiv und machte sich die Mühe den Kommilitonen Einzelheiten für meine Kommilitonen hervorzuheben.


  • today 23.05.2018

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  • place Ogotoonsen (Shiga)

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Nach unserem Tag in Kobe, war mein Tag heute nur wenig spektakulär. Da ich nicht den ganzen Tag daheim sitzen wollte, habe ich heute ein paar Stunden in »Arashiyama« verbracht, einem der Stadtteile von Kyoto. Besser gesagt; der Stadtteil von Kyoto, den ich am wenigsten gern besuche. Hier treffen sich die Touristen. Auch wenn man sich dagegen zu wehren versucht, gibt es hier einige Dinge, die man gesehen haben sollte.


Aufgrund des doch langen Vortags habe ich den Ausflug heute doch recht kurz gehalten und habe mich auf ein paar wenige Sehenswürdigkeiten beschränkt.


  • today 27.05.2018

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  • place Kyoto (Kyoto)

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Heute war ich das erste Mal in einer japanischen Apotheke. Es ist seltsam. Auch hier war alles anders. Eine Apotheke in Japan sieht einem Supermarkt, sehr ähnlich und hat mit einer Apotheke, wie wir sie kennen nur wenig gemein.


Auch muss ich sagen, dass ich mich in Deutschland ständig bewertet und beurteilt fühle. Ein Gefühl, das es für mich in Japan – von neugierigen Blicken abgesehen – nicht zu geben scheint. (Was auch mit meiner Selbstsicherheit zusammenhängen kann.) Nicht nur war die dort angestellte Frau äußerst hilfsbereits, sondern auch herausragend höflich. Nach unserem Gespräch, dass von einer deutlichen Sprachbarriere geprägt war, bedankte und entschuldigte sie sich mit ありがと すみません, was soviel heißt wie: »Danke und bitte entschuldigen Sie die Umstände.« und das obwohl ich – durch die Sprachbarriere – die Umstände verursacht hatte.


  • today 28.05.2018

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  • place Otsu (Shiga)

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Heute war ein eher dröger Tag. Ich habe mich heute lediglich auf Vorlesungen vorbereitet und an Vorlesungen teilgenommen. Davon abgesehen ist eigentlich nichts Aufregendes passiert. Irgendwie ist auch meine Motivation heute im Keller.


  • today 29.05.2018

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  • place Ogotoonsen (Shiga)

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Heute gab es in »Manga Basic« das erste große Missverständnis. Nachdem Feedback in der letzten Woche und so wie da auch den Professor verstanden zu haben glaubte, wäre heute der Tag gewesen, andem wir im Computerraum an der Universität hätten arbeiten sollen. So wie ich den Professor verstanden hatte, wollte er sogar vorbeikommen und mir Feedback zum Thema »Schrift« in einem Manga zu geben. Ich habe mich getäuscht. Nachdem ich die erste Hälfte meiner Vorlesung an meinem Manga gearbeitet hatte und dabei weder die japanischen Kommilitonen noch den Professor zu Gesicht bekommen hatte, bin ich doch in den Vorlesungsraum rüber, wo dann die Vorlesung stattgefunden hat. Zu meinem Glück fand aber die theoretische Vorlesung auch erst in der zweiten Hälfte der Vorlesung statt.


  • today 30.05.2018

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  • place Ogotoonsen (Shiga)

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Einen regnerischen Tag habe ich heute in Kyoto verbracht. Da ich aber hauptsächlich in Shopping-Malls unterwegs war, bin ich weitestgehend trocken geblieben.


Mit dem eigentlichen Ziel einen »Gameboy Color« zu kaufen bin ich weit aus dem Zentrum von Kyoto raus gelaufen. Es war spannend zu sehen, wie sich die Stadt verändert, mit jedem Kilometer, den man sich vom touristischen Zentrum weg bewegt. Mit einem Mal war die Stadt von Mehrfamilienhäusern geprägt, die mehr nach Gefängnis ausgesehen haben, als nach allem anderem. Schmale, dicht aneinander gebaute Wohneinheiten mit metallenen Schiebefenstern an den Türen. Außerdem kam ich so auch durch ein altes Industriegebiet. Mit Fabrikationshallen, die noch vollkommen in Wellblech gekleidet sind. Fabrikgelände, wie man sie in Deutschland wohl kaum noch zu Gesicht bekäme.


  • today 31.05.2018

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  • place Kyoto (Kyoto)

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Heute war wieder ein typischer Freitag. Durch die Lage meines Sprachkurses ist der Freitag praktisch immer blockiert. Allerdings wollte die Japanisch-Lehrerin heute mit uns in ein japanisch-chinesisches Restaurant gehen, doch das hat sich aufgrund der japanischen Öffnungszeiten leider als Flop herausgestellt.


  • today 01.06.2018

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  • place Otsu (Shiga)

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Etwas widerstrebend habe ich mich heute noch einmal nach Nara aufgemacht. Das letzte Mal ist auch schon einige Wochen her und ich muss gestehen, dass mich Nara nicht ganz so reizt, wie all die anderen Städte, die ich bisher gesehen habe. Die Fahrt ist zwar kaum länger, als die Fahrt nach Osaka, und dennoch widerstrebt sie mir irgendwie. Dem zum Trotz habe ich heute einen schönen Tag in Nara verbracht. Ich habe noch einige von den Tempeln gesehen, die auf meiner Liste standen. Manche haben sich weniger gelohnt als andere, trotzdem war es aber ein schöner – wenn auch anstrengender Tag. Zumindest hat es für Plattfüße und Sonnenbrand gereicht.


  • today 02.06.2018

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  • place Nara (Nara)

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Dinge, an die man sich erinnert ...

Schön war heute auch das spontane Zusammentreffen mit einem der Volunteer-Guides im ehemaligen »Heijo Palace«. (Die Volunteer-Guides, die durch ihre grünen Jacken auffallen, gibt es viel in Japan.) Der Mann hat mich angesprochen und hat mir in einem sympathischen Gespräch, dann einige Einzelheiten zum ehemaligen »Heijo Palace« erklärt. In dem Gespräch hat sich dann auch schnell herausgestellt, dass der Japaner sogar etwas Deutsch spricht. (Wohl hatte er einmal Japanisch in der Universität gelernt.) Der Mann dann erklärt, wie ein Kaiser in Japan gekrönt wird. Das Pavillon, dass in dem ehemaligen »Heijo Palace« steht, wird nach Tokyo transportiert und dort nimmt dann der neue Kaiser auf dem Tron in dem Pavillon platz. Hier darf man sich aber keinen prunkvollen Thron vorstellen. Es handelt vielmehr um einen einfachen Holzstuhl. Eigentlich eher hart und ungemütlich — eine passende Metapher für »Herrschaft«.


Als ich dann im Begriff war weiter zu ziehen, lief mir der Volunteer-Guide noch einmal kurz hinterher und drückte mir ein kleines Foto – nicht viel größer als eine Briefmarke – in die Hand. Es stellte sich als ein Foto von »Heijo Palace« im rötlichen Zwielicht heraus. Ein Foto, wie man mir erklärte, das eine der Wachen gemacht hatte.


Mit diesem Foto in der Hand, wurde mir mit einem Mal wirklich deutlich, was für eine Erinnerung dieses kleine Foto geschaffen hat. Sicher mit den eigenen Fotos, den Postkarten und Foto-Alben kann man sich lange an Momente, Ereignisse und die Geschehnisse erinnern. Dennoch verschwimmen die Erinnerungen. Mit der Zeit stützt man sich mehr und mehr auf die Fotos, während die Erinnerung vielleicht verschwimmt. Irgendwann kann man die Tempel, Schreine und Sehenswürdigkeiten nicht mehr richtig zuordnen. Aber mit diesem kleinen Foto wird es anders sein. Denn das Foto selbst und dessen Inhalt sind bedeutungslos, denn das Foto erinnert weniger an »Heijo Palace«, als an seine Herkunft und die damit zusammenhängende Begegnung. Dieses kleine Foto verschmilzt auf ganz andere Art und Weise mit meiner eigenen Geschichte, als es meine eigenen Fotos tun.


  • today 02.06.2018

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  • place Nara (Nara)

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Spinach Curry Ramen

Zum Abendessen gab es heute recht außergewöhnliche Ramen. Im Prinzip sind Ramen ja geschmacklich immer recht ähnlich aufgebaut. Allerdings gibt es, wie beispielsweise die »Kaenka Ramen« (in Kyoto), Ramen, die aus der Reihe stechen. So war es auch hier. Diese Ramen vereinten vieles, das genau meinen Geschmack traf. Spinat, Curry und nun ja Ramen, halt. Eine sehr interessante und schmackhafte Kombination.


  • today 02.06.2018

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Architekturfotografie

Nachdem anstrengenden Tag gestern konnte ich Osaka heute nur wenig genießen. Heute war ich hauptsächlich fotografisch unterwegs und habe architektonisch interessanten Wolkenkratzer Osakas abgeklappert. Da ich ein kleines Fabel für »Architekturfotografie« habe, freue ich mich immer, wenn ich Stahl, Glas, Winkel und Symmetrien vor die Linse bekomme. Hier ist eine kleine Liste, der Gebäude, die ich abgeklappert habe:



Aus der Sicht eines Architekten mag diese Liste vielleicht unvollstänig sein.


  • today 03.06.2018

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Tadao Ando Rowhouse

Auch das bekannte »Tadao Ando Rowhouse« von dem japanischen Architekten »Tadao Ando« habe ich natürlich auch besucht. (Wenn ich mich recht erinnere, musste ich dieses Bauwerk in meiner Schulzeit einmal architektonisch erörtern.) Allerdings ist das Haus tatsächlich bewohnt. Wenn man bedenkt, dass es sich um ein Reihenhaus handelt, dann ist das irgendwie klar. Aber bei dem Bekanntheitsgrad von »Tadao Ando« hatte ich darüber gar nicht nachgedacht. Was habe ich also gesehen? Eine dicke, kalte und fensterlose Betonwand, in die ein rechteckiges Loch eingelassen ist. Das dunkle Loch führt dann zur Haustür. Simpel, nicht sehr einladend und doch irgendwie total cool.


  • today 03.06.2018

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Digital Illustration Advanced

In »Digital Illustration Advanced« geht es jetzt richtig los. Wir steckend jetzt mitten in der dritten »Challenge«, wie hier die Abgaben bezeichnet werden. Wir sollen eine Reihe von Plakaten für Videospiele, Konzerte oder andere Events mit illustrativen Mitteln entwerfen. Da das Ganze thematisch recht frei ist, macht die Arbeit echt Spaß. Bisher läuft es eigentlich auch ganz gut.


  • today 04.06.2018

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  • place Ogotoonsen (Shiga)

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  • book Studium

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Heute habe ich mich an der Universtität mit einer meiner japanischen Kommilitonen zum Mittagessen verarbredet. Das Essen war sehr lecker. Das Gespräch hat aber vor allem sehr gut getan. Es ist schön wenigstens ein bisschen Kontakt zur den Kommilitonen hier zu finden. Kontakte zu knüpfen hat sich bisher nämlich als größte Herausforderung herausgestellt. Nicht nur gibt es eine große Sprachbarriere, die auch bei den Japanern in meinem Alter nicht unerheblich ist. Es gibt sogar Kommilitonen, die gar kein Englisch zu sprechen scheinen. (Das hat mich echt überrascht. Allerdings kann ich mir auch vorstellen, dass mit Japanisch als Muttersprache Englisch schon deutlich schwerer zu lernen ist.) Hinzukommt auch noch das viele Japaner doch sehr schüchtern sind.


  • today 05.06.2018

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Manga Basics

Heute habe ich wieder einmal viel Energie in mein Manga gesteckt. Und ich muss sagen, dass ich jetzt doch zunehmend zufriedener mit meiner Arbeit bin. Mehr und mehr bekomme ich ein Gefühl für die Komposition einer spannenden Seite in einem Manga. Auch mit meiner stilistischen Entwicklung an diesem Punkt bin ich im Moment nicht ganz unzufrieden.


Auch der Professor lobte heute meine Arbeit mit den Worten すばらしい (dt.: wunderbar) und おもしろい (dt.: interessant) mehrfach. Da meine erste Schriftwahl etwas daneben lag, gab er mir – wie versprochen auch noch einmal ein paar Tipps zur Verwendung von Schriften. (Man muss ja schließlich erstmal ein Gefühl für die Schriftsprache und die damit verbundene Formsprache bekommen.) Zu diesem Zeitpunkt hatte ich meine Schriftwahl bereits überarbeitet und der Professor schlug mir dann die Schrift vor, für die ich mich kurz zuvor entschieden hatte. Alles in allem würde ich das doch als erfolgreichen Tag beschreiben.


  • today 06.06.2018

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Den Tag heute habe ich wieder in Kyoto zugebracht. Eigentlich ist nicht allzu viel Aufregendes passiert. Ich habe mir ein paar Schreine angesehen und bin etwas durch die Shoppingstraße getingelt. Ich habe eine neue Sorte »KitKat« probiert. »Uji Houjicha« — Sehr lecker!


  • today 07.06.2018

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  • place Kyoto (Kyoto)

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Mit unserer Japanisch-Lehrerin waren wir heute in einem lokalen Sushi-Restaurant und haben uns durch verschiedene Sushi(s) probiert. Dabei war auch eine Runde Wasabi-Sushi — Voll geil! Man hat auch gleich gemerkt, dass da richtig Wasabi drin war. Auch das Sushi mit dem frittierten Squid war sehr lecker. Sushi brauch ich zwar nicht allzu oft, aber wenn dann muss ich sagen, genieße ich das schon. Es ist halt ein Essen, dass sehr variantenreich ist und bei dem man Spaß am Ausprobieren kann.


  • today 08.06.2018

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»The World of Shakyamuni«

Vormittags waren wir heute im »Ryokoku Museum« in der Ausstellung »The World of Shakymuni«, eine Ausstellung, die sich mit der Geschichte des (historischen) Buddha »Siddhartha Gautama« beschäftigt. Die Ausstellung war sehr interessant und setzte sich einerseits aus historischen Relikten und Kunst zusammen. Unter anderem wurden auch Originale Storyboards aus dem »Buddha«-Manga von Osamu Tezuka gezeigt. (Das Manga ist genial und ein absolutes Muss für jeden, den das Thema Buddhismus beschäftigt und der gerne Manga liest.)


  • today 09.06.2018

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Samurai Kembu Kyoto

Gestern haben wir spontan eine einstündige Show bei »Samuari Kembu Kyoto« gebucht. Kembu, Kenbu oder auch Kenshibu 剣詩舞 ist eine Form des Tanzes mit dem Samurai-Schwert, die von Poesie begleitet wird.


Bei unserer Abendshow hatten wir heute großes Glück. Denn obwohl es scheinbar mehrere Reservierungen gab, waren wir — meine Reisegefährtin und Ich — die einzigen Gäste dieser Vorführung. Die Vorführung war in jeder Hinsicht beeindruckend. Nicht nur der Umgang mit dem Schwert, der Tanz und die Paarung mit der Poesie waren eindrucksvoll, sondern auch der Aufbau des gesamten Events hat Spaß gemacht. Die Vorführung begann mit einer kleinen Erläuterung und einigen kurzen inszenierten Gedichten. In einem kurzen und interaktiven Vortrag gepaart mit Humor erklärte man uns die Bewegungen des Fächers. So konnte durch Formen und Aufstellen des Fächers eine Sakeflasche dargestellt werden. (Nachdem der darstellende Schauspieler mehrfach von dem Sake getrunken hatte, fragte der Votragende, ob der Sake den schmecke und wies ihn an, doch mit der nächsten Darstellung fortzufahren.) Es gab auch eine kleine Einlage mit einem Ninja, der dann durch den Raum schlich, uns die Hand reichte und uns jeweils einen Origami-Wurfstern in die Hand drückte.


Besonders beeindruckend war die Darstellung des 切腹 (Rituellen Selbstmords) von dem man in Filmen (Stichwort: »47 Ronin«) immer wieder hört. Diese Szene war unglaublich glaubwürdig und beeindruckend gespielt.


Bis auf ein paar Ausnahmen schienen mir die Waffen, die von den Darstellenden verwendet wurden echt zu sein. Zumindest schienen sie aus Metall zu sein. (Das kann natürlich je nach Qualität des Imitats natürlich auch täuschen.) Am Ende durften wir sogar — für die obligatorische Touri-Foto-Session — ein Schwert in die Hand nehmen. Ich war überrascht. Das Schwert erschien mir in gewisser Weise leichter als erwartet. Doch wenn man die Legenden bedenkt, die sich um das als solches ranken, und beachtet, dass das Ding in einer Schlacht vielleicht stundenlang geschwungen werden muss, erschien es mir doch etwas schwer. Wenn man also die Zeit erübrigen kann, dann ist das kleine Theater definitiv einen Besuch wert. Abschließend haben wir auch noch ein kleines japanisches Handtuch geschenkt bekommen.


  • today 09.06.2018

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  • place Kyoto (Kyoto)

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Den Tag heute habe ich daheim mit alltäglichen Dingen verbracht. Wirklich was Interessantes gibt es nicht erzählen.


  • today 10.06.2018

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  • place Otsu (Shiga)

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Da ich zur Zeit einen gewissen gestalterischen Schaffensdrang verspüre, bin ich heute schon recht früh in die Universität gefahren und habe mich dort noch einmal eingehend mit meinem Manga und meinem Poster für »Digital Illustration Advanced« beschäftigt. Zwei Projekte, die mich hier echt fesseln.


In »Digital Illustration« habe ich heute mein erstes Poster fertiggestellt. Ich bin sehr zufrieden und mein Professor eigentlich auch. Damit wäre eigentlich sogar schon meine Semesterabgabe fertig. Damit mir aber nicht langweilig wird ... Haha ... werde ich wohl noch ein paar Alternativen gestalten.


  • today 11.06.2018

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  • place Ogotoonsen (Shiga)

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Der Tag heute war recht unspektakulär. In »Digital Illustration Basic« haben wir uns heute mit der analogen Nachberatung unserer Collagen beschäftigt; Tests für unsere Abschlussarbeit für dieses Semester. Das Fach und diese Aufgabe begeistern mich derzeit nur wenig. Ehrlich gesagt hatte ich in dem Kurs für die Endaufgabe doch einen vertiefenden Fokus auf die »Digital Illustration Methoden« erwartet.


  • today 12.06.2018

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Maiko Theater Kyoto

Für heute hatten wir eine Vorstellung in dem »Maiko Theater« in Kyoto gebucht. Etwas knapp vor Beginn der Vorstellungen kamen wir in einem kleinen Theater an. (Das Theater liegt etwas abseits des touristischen Zentrum Kyotos, nahe Gion.) Neben einer japanischen Familie, waren meine Reisegefährtin und ich anfangs die Einzigen, die der Vorstellung beiwohnten. Die Vorstellung begann mit einer kleinen Tee-Zeremonie, in der die 舞妓 (die 芸子 in Ausbildung) für alle Teilnehmer Tee traditionell zubereitete. Anschließend gab es ein kleines Interview, indem wir der 舞妓 einige Fragen stellen konnten. Die Bedienung übersetzte uns einige der Fragen und Antworten für uns. Mit jeder Information, die wir über die 舞妓 gewannen, stieg der Respekt für die junge Frau. Eine 舞妓 lässt eine fünfjährige Ausbildung in verschiedenen Künsten über sich ergehen und muss dabei einem »weltlichen« Auftreten — Shopping, Dating, Leben abseits der Familie, Trennung von Beruf und Privatleben — entsagen. Die 舞妓, mit der wir sprachen, hatte sich mit fucking 15 Jahren für diesen Weg entschieden. (In dem Alter wäre ich nicht einmal ansatzweise zu einer solchen Entscheidung in der Lage gewesen.) Anschließend gab es eine relativ kurze Tanz-Performance von 舞妓. (Kurz vor der Performance erschienen, dann auch Touristen, die sich bei einer 90-minütigen Versanstaltung um 30 Minuten verspäteten.) Abgerundet wurde die Vorstellung mit zwei Dokumentationen zum Thema 芸子.


Im Allgemeinen war die Vorstellung sehr steif gestaltet und kein Vergleich zu der in der Woche zuvor erlebten »Kenbu Vorstellung«. Leider fehlte auch anfangs bei der Tee-Zeremonie jede Erklärung und Anleitung. (Man würde es gern richtig machen und sich nur ungern als »0815-Tourist« oder gar als »Schwaben-Bauer« outen.) Außerdem wirkte die 芸子 bei ihre Performance doch sehr abwesend. (Ein Zustand der gewiss ihrer Konzentration und dem traditionellen Kontext geschuldet war und doch unangenehm auffiel.


  • today 16.06.2018

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  • place Kyoto (Kyoto)

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Heute habe ich mir etwas Ruhe gegönnt und ein bisschen am Ufer der »Lake Biwa« entlang gelaufen. Am »Lake Biwa« gibt es viele interessante Dinge zu sehen, wie beispielsweise den »Michigan Schaufelraddampfer« und die ganzen (Sport-)Fischer. Mein (eher unspektakuläres) Ziel war »Japans älteste Brücke«. Diese kleine Wanderung war genau richtig. Das Plätschern von Wasser, die Bewegung und auch die ein oder andere Ruhepause am Ufer des Sees schenken einem eine gewisse Ruhe. (Hier war eher der Weg das Ziel. Die Brücke selbst war kaum sehenswert.)


  • today 17.06.2018

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  • place Otsu (Shiga)

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Zum Nachmittag gab es noch einen kleinen Schock. In meinem Briefkasten habe ich ein kleines Leporello zum Thema »National Pension« (Nationale Rente) gefunden. Nicht nur war das Leporello sehr spezifisch an mich adressiert, sondern enthielt auch einen hohen Betrag berechnet auf die vollen Kalendermonate, die ich in Japan registriert bin. Aber gewiss ist es Quatsch in eine Rentenkasse eines anderen Landes einzuzahlen, vor allem wenn man Student ist und keinen fest Job hat. Aber man weiß ja nie ... Mal sehen, was dabei rauskommt ...


  • today 17.06.2018

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  • place Otsu (Shiga)

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5 Lower

Heute durfte/musste ich das erste Erdbeben meines Lebens erleben. Ich muss sagen, dass das ein echt beeindruckendes Gefühl ist. In diesen Momenten wird einem klar, wie sehr man den Naturgewalten ausgesetzt ist. Einem wird klar, wie unbedeutend man ist. (Es kommt einem beinahe so vor, als dulde die Natur unsere Anwesenheit.) Die ganze Wohnung erzittert deutlich wahrnehmbar. Die Wahrnehmung scheint sogar irgendwie zu verschwimmen. Die hölzernen Kleiderschranken knarren und knacken. Das Zittern der Glasscheiben im Schrank ist sogar hörbar. Als Europäer, der etwas Derartiges noch nie erlebt hat, ist man etwas desorientiert. Einerseits rechnet man ja natürlich nicht damit und andererseits weiß man nicht, wie man sich verhalten soll? Dieser Moment ist einerseits interessant, aufregend und irgendwie auch beängstigend.


Als das Beben Otsu erreichte, saß ich gerade auf der Bettkante. 2 Minuten bevor mein Wecker klingelt, pünktlich aufgewacht. Ich habe eine ganze Weile gebraucht, das Ganze als das zu erkennen, was es war — ein Erdbeben. Ich stand auf, was sich — wenn die Erde wackelt — irgendwie komisch anfühlt. Ich wollte mich, wie ich es in Filmen gesehen hatte, in den Türsturz stellen. Allerdings habe ich den Türsturz meiner Papier-Schiebetür, die die Wohnung in zwei Zimmer trennt gewählt. Ganz schön bescheuert ... Doch nach nicht einmal einer Minute war das Ganze schon vorbei.


Als ich dann nachgelesen habe und festgestellt habe, dass es sich in meiner Gegend um ein Beben der Intensität »5 Lower« handelte, war ich dann doch überrascht, vor allem wenn man bedenkt, welche verheerenden Folgen Erbeben mit der Stärke 8 (oder höher) haben können. Beschränkt auf dieser einen Erfahrung kann man mit den Werten dieser Skalen immer noch genau gar nichts anfangen.


  • today 18.06.2018 — 07:58 Uhr

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  • place Otsu (Shiga)

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Hier habe ich mal alle Ziele zusammengetragen, die uns durch die bekanntesten Städte Japans geführt haben. Tempel, Schreine, historische Sehenswürdigkeiten, städtische Sehenswürdigkeiten, Shoppingcenter und mehr ...


Tokyo


Kamakura


Yokohama


Kyoto


Osaka


Nara


Himeji


Kobe


Fukuoka


Hiroshima


Miyajima


Mit der Kirschblüte in Kyoto (~ 28.03. bis 05.04.2018) beginnt eine besonders schöne Zeit, die wir uns natürlich auch zu Nutze gemacht haben. In dieser kurzen Zeit haben wir uns viele der »Cherry Blossom Spots« in Kyoto angesehen. Brücken, Gassen, Kanäle, Wanderwege und mehr gesäumt von dem weißen, teilweise rosanen Blütenmeer der Kirschbäume.


花見  |  Hanami


Bisher haben wir schon Sehenswürdigkeiten gesehen.


Städte-Verteilung

Tokyo (Tokyo)

Kamakura (Kanagawa)

Yokohama (Kanagawa)

Kyoto (Kyoto)

Osaka (Osaka)

Nara (Nara)

Himeji (Hyogo)

Kobe (Hyogo)

Fukuoka (Fukuoka)

Hiroshima (Hiroshima)

Miyajima (Hiroshima)

     
花見  |  Hanami


Art der Sehenswürdigkeiten

Buddhistische Tempel

Shinto Schreine

Theater

     
Stadtviertel

Städtische Sehenswürdigkeiten

Historische Sehensürdigkeiten

     
Berge, Parks & Gärten

     
Shoppingcenter

In Japan gibt es im Bezug auf Lebensmittel viele Dinge, die einem fremd erscheien und dadurch auch einen großen Spielraum um neues auszuprobieren.


Getränke

Die Getränke hier in Japan sind sehr variantenreich. Selbstverständlich gibt es hier auch die typischen Softdrinks der Coca-Cola-Company. Daneben gibt es auch Drinks, die fremdartig erscheinen. So zum Beispiel Milch-Sprudelgetränke mit Pfirsichgeschmack.


Wasser

Peach I Lohas star star star star star
Orange I Lohas star star star star star
Honigmelone I Lohas star star star star star

Softdrinks

White Peach Calpico star star star star star
Salted Lychee Kirin star star star star star
Cola Peach Coca Cola star star star star star
Mets Litchi Kirin star star star star star
Plum Soda   star star star star star

酎ハイ  |  Chuhai-Drinks

Strong Zero — Lychee Suntory star star star star star
Strong Zero — Orange Suntory star star star star star
Strong Zero — Bitter Lime Suntory star star star star star
Strong Zero — Grape Suntory star star star star star
Strong Zero — Peach Suntory star star star star star

Süßigkeiten

Auch was Süßigkeiten angeht, ist Japan etwas ganz besonderes, wenn auch nicht unbedingt jedermanns Geschmack. Viele Gebäcke werden beispielsweise mit einer Paste aus roten Bohnen gefüllt oder sind von der Konsistenz mit nichts zu vergleichen, was es in unserer Süßigkeiten-Kultur gibt.


KitKat

Da es in Japan mehr KitKat-Sorten gibt, als ich bisher irgendwo gesehen habe, widme ich KitKat hier eine eigene Kategorie. Wenn man in Japan ist, sollte man auf jeden Fall die unterschiedlichen Sorten ausprobieren. (In Osaka gibt es sogar einen KitKat-Store, der allerdings total überteuert ist. Am besten man kauft die KitKat in den kleinen Drogerien. Dort werden sie auch meist günstiger angeboten.)


Grüner Tee KitKat star star star star star
Matcha KitKat star star star star star
Matcha (mit Beeren, Nüssen) KitKat star star star star star
Mandarine KitKat star star star star star
Himbeere KitKat star star star star star
Rote Bohnen KitKat star star star star star
Uji Houjicha KitKat star star star star star
Matcha und Kinako KitKat star star star star star
Süßkartoffel KitKat star star star star star
Pistazie und Himbeere KitKat star star star star star

Süßigkeiten


メロンパン  |  Melonenbrötchen

Die Melonenbrötchen hier in Japan sind mein liebstes Gebäck. Der Name kommt daher, dass die Kruste der Brötchen aussieht, wie die Rinde einer Honigmelone. Dieses Gebäck gibt es auch in verschiedenen Ausführungen mit unterschiedlichen Geschmäckern und Füllungen.


Plain star star star star star
Plain — Chocolate Chip star star star star star
     
Uji Matcha melon de melon star star star star star
Pfirsich melon de melon star star star star star
Earl Grey melon de melon star star star star star
Erdbeere melon de melon star star star star star
Royal Maple melon de melon star star star star star

甘酒  |  Amazake

甘酒 ist eine art süßer und alkoholfreier Sake. Bei meinem Ausflug in das Sake Museum in Kyoto habe ich mir eine kleine Dose 甘酒 und hab das mal probiert. 甘酒 ist für meinen Gaumen absolut ungenießbar. Ich kann eigentlich recht viel ab, aber das ist übel.


甘酒  |  Amazake Gekkeikan Ōkura Sake Museum star star star star star

納豆  |  Natto

納豆 sind fermentierte Sojabohnen und ein beliebtes Frühstück in Japan, vor allem um die Gegen von Tokyo. Da ich nur selten frühstücke, habe ich 納豆 zu Abend gegessen. Allerdings musste ich mir erst Mal ein How-to-Video ansehen, um herauszufinden ob und wie 納豆 zubereitet wird.


納豆  |  Natto   star star star star star

Der Geruch von 納豆 ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber nicht allzu prominent. Wie habe ich 納豆? 納豆, Sojasauce (aus der 納豆-Packung), Senf (aus der 納豆-Packung), ein rohes Ei und rohe Zwiebel (gewürfelt). Das Ganze wird dann gemischt, bis es leicht schäumt. Dazu gibt es dann warmen Reis. Geschmacklich ist 納豆 eigentlich in Ordnung. Der Geschmack ist recht dunkel, stumpf und von der Gärung etwas säuerlich. Die Konsistenz ist dann allerdings das, was dem europäischen Gaumen zu schaffen macht. Die Konsistenz liegt zwischen schleimig und schaumig. (Mit zunehmender Reife wird 納豆 immer weniger zum Genuss. Da 納豆 meist im Dreierpack verkauft wird, sollte 納豆 zügig nach dem Kauf verzehren.)

Da ich ein Tee-Liebhaber bin und das Thema »Tee« – vor allem »Grüntee« — in Japan großgeschrieben wird, möchte ich dem Thema auch hier ein eigenes Kapitel widmen.


Selbstverständlich habe ich mich im Voraus zum Thema »Grüntee« belesen, »versucht zu belesen« wäre hier doch vielleicht eher angebracht. Die Teewelt ist komplex und das auch besonders in Japan. Denn gerade in Japan ist die Teewelt von einem ständigen Wandel befallen. Es gibt hier nicht nur eine Vielzahl von Teesorten und Unter-Teesorten, sodass man kaum einen Überblick behalten kann, die Teesorten sind auch noch saisonbedingt erhältlich oder so beliebt, dass sie in wenigen Tagen vergriffen sind. In meiner Zeit hier in Japan werde ich mehrfach in die Teewelt Japans eintauchen; Testen von Teesorten, Teilnahme an Tee-Zeremonien oder auch die Beschäftigung mit der üppigen Auswahl an Teekeramik.

山口園  |  Yamaguchien Tea Store

Der 山口園 ist einer der besten Tea Stores, in denen ich bisher gewesen bin. Hier kann man fast alle Teesorten probieren, bevor man sie kauft, was echt wichtig ist. Man sollte nichts in einer geschlossenen Packung kaufen. »Try before you buy.« ist das Motto hier. (Sollte man nicht probieren können, sollte man zumindest an den Teesorten riechen können, denn das verrät viel über den Geschmack.) Außerdem spricht der Inhaber ausgezeichnet Englisch. Hier kann man auch schöne Dosen zur Aufbewahrung zu einem recht günstigen Preis kaufen.


Wenn man in Osaka ist, dann ist das der Tee Store, den man besuchen sollte:

ルピシア 京都寺町三条店  |  Lupicia

ルピシア 京都寺町三条店 überzeugt schon allein durch die überwältigende Auswahl. Der Shop in Kyoto ist so aufgebaut ist, dass auf einem sehr langen Tisch (~20 m) mit etwa 40 Zentimeter Tiefe immer in Zweierreihen Teedosen aufgereiht werden, an denen man riechen kann. Insgesamt sind es schätzungsweise etwa 60-80 Teesorten (~50 % Grüntee-Sorten, ~35 % Schwarztee-Sorten und ~15% Früchtetees), aus denen man hier wählen kann. Allerdings stammen nicht alle Teesorten aus Japan. Die Tee können je nach Sorte in einer 50g-Packung, 100g-Packung oder im 10er Teebeutel-Paket erworben werden. Preislich liegen 50g loser Tee zwischen ¥500 und ¥2500. »You get what you pay for.«


Wenn man in Kyoto ist, dann ist das der Tee Store, den man besuchen sollte:

桜湯  |  Sakurayu

桜湯 ist sogar in Japan etwas ganz besonderes. Eigentlich wird 桜湯 in Japan nur zu besonderen Anlässen, die einen Neubeginn beschreiben, ausgeschenkt; Hochzeiten zum Beispiel. Aber wenn man in Japan ist und Tee-Liebhaber ist, dann probiert man das auch so. Der Studienbeginn an der Gast-Universität ist irgendwie auch ein Neuanfang ...


Vorneweg, 桜湯 ist kein echter Tee, da er keine Teeblätter enthält. 桜湯 besteht lediglich aus Kirschblüten, die in Salz eingelegt werden. Für die Zubereitung nimmt man eine der Blüten aus der Packung und legt sie in heißes Wasser. (Man sollte auf keinen Fall mehr als eine der Blüten nehmen!) Geschmacklich ist der Tee etwas »anderes« und in erster Linie eher »gewöhnungsbedürftig«, aber auch irgendwie »interessant«. Man schmeckt in erster Linie das Salz, allerdings mischt sich auch eine unterschwellige Süße in den Geschmack. Es schwierig den Geschmack hier genau zu erfassen. Man kann es vielleicht mit einem dieser salzigen Sportgetränke vergleichen (Salted Lime, Salted Lychee, o.ä.). 桜湯 war den Test definitiv wert, aber davon wird es für mich keine Wiederholung geben. (Der Tee ist außerdem auch überraschend günstig. 40g bekommt man schon ab etwa ¥360.)


桜湯  |  Sakurayu star star star star star

津軽りんご  |  Tsugaru Green

津軽りんご ist eine Tee-Sorte von der Kette »Lupicia«. Ich habe ein 50g-Päckchen zum Probieren gekauft. Der Duft des Tees ist fruchtig, frisch und überzeugend. Der Tee ist ein Grüntee-Blend mit Äpfeln aus 津軽. Geschmacklich überzeugt der Tee nicht ganz so sehr. Der Tee schmeckt frisch und hat einen leicht bitteren Nachgeschmack. Es ist also ein guter Tee. Allerdings kann in dem Blend der Apfel nur erahnt werden; eine Art »versteckter Geschmack«. Vom Geruch ausgehend hätte ich einen prominenteren Apfelgeschmack erwartet.


津軽りんご  |  Tsugaru Green star star star star star

新茶  |  Shincha

Da ich vor meiner Reise nach Japan etwas über Tee informiert hatte, wusste ich auch über 新茶 Bescheid und hatte mir die Saison sogar im Kalender eingetragen. 新茶 ist die erste Tee-Ernte der Saison und ist aufgrund seiner Beliebtheit nur für kurze Zeit im Mai erhältlich. Allerdings handelt es sich nicht, wie ich angenommen hatte, um eine einzelne Tee-Sorte, sondern auch hier wir in Herkunft und Qualität unterschieden. Der Tee ist bekannt für den frischen Geschmack. Preislich liegt 新茶 bei ~10-30€ pro 50g. Mit zunehmender Qualität wird der Tee zunehmend süßer. (Ich finde »Qualität« ist hier vielleicht das falsche Wort. Schließlich ist »Süße« ja auch Geschmackssache. Aber so wurde mir das im Tea Store erklärt.)


In Fukuoka habe ich einen der günstigeren, nicht süßen, 新茶 probiert. Geschmacklich war der Tee genau mein Fall. Der Tee schmeckte sehr natürlich und frisch und hatte einen lieblich bitteren und etwas grasigen Nachgeschmack.

宇治市  |  Uji

Wer Tee, vor allem grünen Tee, liebt und in der Nähe von Kyoto unterwegs ist, kommt um 宇治市 nicht herum. 宇治市 ist 静岡市 (Shizuoka) das zweitgrößte Tee-Anbaugebiet Japans und absolut einen Besuch wert. Natürlich lohnt sich der Besuch allein schon durch den 平等院 (Byodo-in Tempel). In der Straße, die zu genanntem Tempel führt reihen sich die Tea Stores aneinander. Tea Stores, die alle lokalen Tee aus 宇治市 verkaufen. Hier findet man die gängigen und hochwertigsten Tee-Sorten, die Japan zu bieten hat. Außerdem bekommt man hier auch einiges an Matcha. Neben Tea Stores gibt es hier aber auch Restaurants, Cafés und Bäckerein, die sich um das Thema Tee bewegen. So bekommt man viele Gebäckstücke oder Gerichte, die Matcha enthalten. Matcha-Dumblings mit Matcha-Salz, Matcha-Noodle Ramen, Matcha-Gebäck und allerlei Matcha-Getränke.

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Quelle: ms-concept.de


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